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ZombiU

Dieses Spiel besitzen insgesamt 135 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 87% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: ZombiU
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii U
Publisher: Ubisoft
Entwicklungsstudio: 
Ubisoft Montpellier
Kategorie: First-Person-Action
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-4 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Unterstützt Nintendo NetworkAuch als Download erhältlichUnterstützt Pro Controller
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: 
Amazon.de69,95 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 30. November 2012

ZombiU

Autor: Daniel Fröhlich (SeriousKano) für WiiG13. Januar 2013

Als auf der E3 2011 "Killer Freaks from Outer Space" als eins der für die WiiU in Entwicklung befindlichen Spiele angekündigt wurde, hätte kaum jemand vermutet, dass aus dem leicht selbstironischen Shooter mit an die Raving Rabbids angelehnten Mini-Aliens einmal ein durchaus ernsthaftes Zombie-Abenteuer werden würde. Wo dieser Umschwung herrührt, kann man nur vermuten. Unübersehbar ist aber, dass Zombies in der Videospielindustrie spätestens seit "Left 4 Dead" beliebter sind, denn je. Damit stellt sich die Frage, wie gut sich "ZombiU" gegen die mittlerweile recht gut etablierte Konkurrenz behaupten kann.

Interessanterweise ist ZombiU bereits der zweite Teil und damit kein brandneues Franchise. Schon 1986 erschien mit "Zombi" Ubisofts erstes Videospiel überhaupt unter anderem auf dem Commodore 64. Inhaltlich kann sich ZombiU durchaus als direkter Nachfolger bezeichnen, macht aber spielerisch natürlich einiges anders.

Grusel auf die Englische Art

Grafisch hat das Spiel schon vor Release für gespaltene Gemüter gesorgt. Wer hier ein technisches Feuerwerk erwartet, das schon alles aus der neuen Konsole herausholt, wird darin nicht bestätigt. Optisch kann man das Spiel aber durchaus als solide bezeichnen. Da der Großteil der Handlung ohnehin im Halbdunkeln stattfindet, liegt der Fokus hier eher auf den Licht- und Schatteneffekten. Das Zusammenspiel von Beidem kann sich hier in jedem Fall sehen lassen und lässt Gruselstimmung aufkommen. Dies ist der Gesamtstimmung des Spiels zuträglicher und lässt auch über die ein oder andere matschig-schwache Wandtextur hinwegsehen.
Außerdem bietet das Londoner Setting definitiv etwas Ungewöhnliches, das dem Spiel einen Wiedererkennungswert gibt, auch wenn sich viele Orte im Spiel sehr stark ähneln.

"Hey, listen!..."

Auf die Ohren gibt es für Veteranen des Survival-Horror-Genres Altbekanntes. In aller Regel hört man außer den eigenen Schritten nicht viel. Schlurfen mal ein oder zwei Zombies um die Ecke oder befindet man sich in einem bedrohlichen Szenario, klingt entsprechende Musik an, um die angespannte Stimmung anzuheizen. Eine interessante Entscheidung ist hier die "Stimme im Ohr", ein anfangs dem Spieler Unbekannter, der den roten Faden der Story bildet, ihn zu seinem nächsten Auftrag lotst und ihm hilfreiche Tipps und Anweisungen gibt. Obwohl gut in die Story eingebunden und angenehmer als Textboxen, reißt dieser unsichtbare Helfer mit seinen plötzlichen Kommentaren leider etwas aus der spielerischen Atmosphäre. Zudem wird das für Survival Horror so essentielle Gefühl der Einsamkeit und Hilflosigkeit angesichts der nie endenden Horden der Hirnlosen auf einmal sehr eingeschränkt. Zumindest während der Missionen hätte man als Spieler durchaus auf sich allein gestellt sein dürfen.

Go-go-Gadget Schädelklopper

Insbesondere, weil das Spiel auch so schon diverse Hilfsmittel bereitstellt, die das Überleben im post-apokalyptischen London zumindest erleichtern. Das Gamepad der WiiU findet neben dem logischen Einsatz als Karte und Inventar-Menü auch weitere sinnvolle Funktionen. So ist es möglich, den nach kurzer Zeit erworbenen Scanner zu verwenden um möglicherweise interessante Objekte schon aus der Ferne zu untersuchen und auf Inhalte zu überprüfen. Dies geschieht automatisiert, sobald man das entsprechende Objekt scannt. Auf diese Weise erspart einem das Spiel unnötige und vielleicht auch gefährliche Laufwege, nur um dann vor einem leeren Müllcontainer zu stehen. Dem Forscherdrang tut das aber keinen Abbruch, denn die Reichweite des Scanners ist begrenzt, so dass man sich trotzdem in den ein oder anderen schwach beleuchteten Gang wagt, um eventuell ein wertvolles Item zu erhaschen. Zudem müssen in neu entdeckten Gebieten die Überwachungskameras der Stadt gefunden und gehackt werden, um sich so die eigene Umgebungskarte zu erweitern. Generell wurden viele Aktionen auf das Touchpad ausgelagert, wie das Ablegen von Gegenständen im Rucksack, das Aufbrechen von vernagelten Türen, das Eintippen von Tür-Codes oder das Öffnen von Gullideckeln. Was sich nach einem nervigen Minispiel anhört, kann in der Praxis schon mal für zittrige Hände sorgen, wenn eine Gruppe von Untoten langsam, aber unaufhaltsam von hinten auf einen zuschlurft. Ohnehin bietet ZombiU ausreichend Abwechslung, während man sich - mal drinnen, mal draußen - durch ein post-apokalyptisches London schlagen darf.

Kein Spiel für Rambos

Fordernd ist das Spiel in jedem Fall. Jeder Kampf gegen einen Zombie verlangt Konzentration, denn ein falscher Schlag und das untote Gegenüber holt zum Gegenangriff aus und zehrt an eurer wertvollen roten Lebensleiste. Ganz oft ist Taktik gefragt, indem eine Gruppe Zombies mit einer Leuchtfackel abgelenkt wird, sodass ihr vorbeischleichen könnt. Werdet ihr zu übermütig, ist es mit ein paar Treffern vorbei und ihr startet mit einem neuen Überlebenden im Safe House. Euer ursprüngliches Alter Ego ist jetzt einer der Untoten und muss erledigt werden, um eure wertvollen Gegenstände zurückzuerlangen. Den Weg zurück zu eurem untoten Ich erleichtern dabei Schnellreisepunkte in Form von Gullis durch die Kanalisation. Das erspart frustiges Ablaufen der immer gleichen Strecke.
Aporopos Rucksack: Dieser bietet nicht wirklich viel Platz, sodass ihr darauf angewiesen seid, wichtige, aber nicht überlebensnotwendige Gegenstände in eurem Safe House, der letzten Bastion gegen die Zombies, zwischenzulagern. Dort findet sich auch ein Bett zum Regenerieren und Zwischenspeichern und diverse andere Dinge. Leider haben sich die Entwickler dafür entschieden, das "Jedes Item belegt einen Inventarslot"-Prinzip aus Resident Evil 5 zu übernehmen, anstatt sich an dem logischen und angemesseneren System aus dem vierten Teil zu orientieren. Das sorgt für Frust und wäre vermeidbar gewesen. Zumindest landen weggeworfene Dinge nicht einfach im Videospiel-Nirvana, sondern vor euren Füßen.

Auch sonst schlägt ZombiU eine grundlegend andere Richtung ein als der einstige Genre-König Resident Evil in dessen neuesten Ablegern. Der Spielcharakter ist zerbrechlich und segnet nach wenigen Treffern das Zeitliche, größere Zombie-Gruppen sind tödlich. Rüstung gibt es praktisch nicht. Munition ist rar, über jedes Heilungs-Item ist man dankbar, auch wenn sie eher eine Notlösung sind und nicht das sichere Bett im Safe House ersetzen. Der Cricket-Schläger ist die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Waffe im Spiel. Das kann viele Schläge in Anspruch nehmen, jeder Schlag muss gut getimet sein und macht euch anfällig für Gegenangriffe. Jeder verfehlte Schuss tut weh und Molotov-Cocktails sind ein wertvolles Gut, die man sich besser für die größeren Horden der Fleischbeißer aufhebt.

Nicht für alle Geschmäcker

Kreative Einbindung des Gamepads
Glaubwürdiger Survival Horror
Solide Spieldauer
Für Manche zu eintönig
Teils unspektakuläre Grafikkulisse

ZombiU spaltet Schädel und die Massen gleichermaßen. So manch Einer wird dem Spiel ein monotones Gameplay vorwerfen. Und so manch Anderer wird dem zustimmen. Die Kämpfe gegen Zombies sind zäh und repetitiv und trotz der gelegentlich auftretenden besonderen Zombies werden Viele nach einiger Zeit die Actiondichte von Dead Space oder Left 4 Dead vermissen. Wer aber mit dem Vorwissen herantritt, dass ZombiU das nicht sein möchte und seinen Fokus eher auf Atmosphäre als auf Action, auf Survival als auf Horror legt, dem wird ein Spiel geboten, mit dem man durchaus seinen Spaß hat und von dem sich andere Genrevertreter durchaus etwas abschauen können.

Allen, die grundsätzlich Spaß an Zombies und Survival Horror haben, sei hiermit die Demo ans Herz gelegt, die schon bald im eShop zum Download zur Verfügung stehen wird.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Testspiels.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
85%
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