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Micky Epic: Die Macht der 2

Dieses Spiel besitzen insgesamt 12 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 66% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Micky Epic: Die Macht der 2
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: Disney Interactive Studios
Entwicklungsstudio: 
Junction Point
Kategorie: Action, Adventure
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-2 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Nicht vorhanden
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: 
Amazon.de49,95 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 17. November 2012

Micky Epic: Die Macht der 2

Autor: Max Labeschautzky (Metal_Warrior) für WiiG30. Dezember 2012

Micky Epic oder auch Epic Mickey war für viele eine zwiespältige Angelegenheit. Von Kritikern wie Spielern gleichermaßen gelobt und verrissen zugleich, hatte es der sympathische Mäuserich nicht leicht, sich ein Publikum zu erspielen. Für uns, die eher auf der lobenden Seite standen, umso erfreulicher, dass Disney nun einen zweiten Anlauf wagt. In "Die Macht der Zwei" dürfen wir zurückkehren in den schaurig-schönen Genremix. Also Pinsel geschnappt und rein ins nächste epische Abenteuer.

Ein Wiedersehen mit alten Freunden

Die Farbe ist zurück in Wasteland – jenem Ort, den der aus "Fantasia" bekannte Zauberer Yen Sid für all die vergessenen Toons lang vergangener Zeit als neue Heimat erschaffen hat. Doch der im ersten Micky Epic hergestellte Frieden ist trügerisch. Der Wiederaufbau gestaltet sich schwierig, seit in letzter Zeit immer wieder Erdbeben die Straßen und Gebäude verwüsten. Als dann auch noch der Fiesling Mad Doctor auftaucht wird der Held Oswald wieder auf den Plan gerufen. Doch statt erneut finsteren Plänen nachzugehen, verkündet der Doctor lediglich eine Warnung vor einer neuen Bedrohung und seinen Wunsch, den Bewohnern von Wasteland dieses Mal beistehen zu wollen. Oswald ist schnell überzeugt von der Aufrichtigkeit des Doctors; während seine Freundin Ortensia dem Braten nicht so recht traut – schnell wird Micky erneut nach Wasteland geholt, um Oswald zu unterstützen... Vorhang auf für Runde 2!

Es gibt viel zu tun

In Sachen Handlung teilt sich "Die Macht der Zwei" stilistisch Vieles mit seinem Vorgänger. Was als simples Handlungsgerüst beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zu einer überaus unterhaltsamen Geschichte, mitsamt interessanten Twists und mehr Tiefgang als man einem Mäuseabenteuer eigentlich zutrauen würde. Insgesamt war die etwas düstere Thematik des Vorgängers um das Vergessen werden vielleicht packender oder auch emotionaler als das eher leicht verdauliche Treiben in der Fortsetzung. Während das Erstlingswerk vom Spieler durchdacht werden wollte, gleichzeitig aber herzerwärmend wirkte, geht es dieses Mal etwas flacher zu – was aber bei Weitem nicht so abwertend gemeint ist, wie es vielleicht klingen mag und spannend bleibt es allemal.
Erfreulicherweise hält auch Micky Epic 2 eine gewisse Nicht-Linearität in der Handlung bereit; so können wir immer mal wieder Einfluss durch unsere Taten nehmen. Natürlich erreicht das spielerisch nicht die Komplexität eines Deus Ex und in der Handlung wird auch kein Planescape Torment geboten; alles in allem steigert es den Spielspaß aber durchaus und sorgt für einen ordentlichen Wiederspielwert. Wie auch die Nebenbetätigungen: Neben Achievements wollen über 200 Sammelgegenstände entdeckt werden; darunter Kleinigkeiten wie Embleme, aber auch Kostüme, Artworks oder Cartoons. Und gefühlt neun von zehn Einwohnern Wastelands haben eine mehr oder weniger komplexe Nebenaufgabe für Micky und Oswald. Die sind zwar nicht durchweg spaßig; aber wie gesagt: Den Wiederspielwert durchaus erhöhend.

Gemeinsam seid ihr stark

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert in "Die Macht der Zwei". Als Micky gelangen wir erneut recht schnell wieder in den Besitz eines magischen Pinsels, mit dem wir allerlei Unfug anstellen dürfen: Per Wiimote-Pointer verschießen wir Farbe, solange der Vorrat reicht, um so neue Dinge zu erschaffen oder sie mittels Verdünner zu entfernen. Auf diese Weise verändern wir den Levelaufbau, indem zum Beispiel über einem gähnenden Abgrund eine Brücke gepinselt oder ein störendes Hindernis einfach gelöscht wird. Zwar können wir nicht völlig frei gestalten, sondern sind immer auf vom Spiel festgelegte Punkte angewiesen, an denen etwas verändert werden kann – dennoch ist durchaus viel möglich und obgleich auch das Ergebnis unserer Malerei nicht von uns selbst bestimmt wird, kommt recht schnell Experimentierfreude auf; die dem Jump & Run ordentlich Würze verleiht. Sehr schön auch, dass sich die Macher einen der Hauptkritikpunkte des Vorgängers zu Herzen genommen haben: Während im ersten Teil alle Gebiete beim Verlassen quasi resettet wurden, sind unsere Kunstwerke beim Nachfolger persistent; sie bleiben also auch über das Verlassen eines Areals oder dem Abschalten der Konsole hinaus erhalten. Das schont die Nerven (Rätsel müssen nicht jedes Mal aufs Neue gelöst werden) und trägt ordentlich zum Spielgefühl bei.
Doch auch andere Neuerungen haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Diese Betreffen vor allem Oswald, denn der Untertitel ist durchaus wörtlich zu verstehen: War der Hase im ersten Spiel eher ein reiner Sidekick, hat er dieses Mal weit mehr eigene Fähigkeiten im Gepäck und wird so unersetzlich, wenn es um das Lösen von Rätseln geht. So gleitet er geschickt über weitere Strecken (und kann dabei auch Micky tragen) und verfügt über eine Fernbedienung, mit welcher er allerlei Maschinen und Hebel manipulieren kann. Diese Fähigkeiten werden erfreulicherweise hauptsächlich für Teamwork eingesetzt. Sowohl Rätsel als auch Kämpfe setzen gerne mal beide Charaktere voraus; so muss zum Beispiel Oswald einen Roboter erst mittels Fernbedienung bearbeiten, woraufhin dieser sein Innenleben freigibt – was Micky wiederum die Gelegenheit gibt, ihn entweder mittels Verdünner zu "löschen" oder mittels Farbe zum Freund umzuprogrammieren.

Doofer Hase und Trial & Error

Im Singleplayer steuern wir immer Micky, während Oswald von der CPU übernommen wird. Die macht meistens eine gute Figur und verhält sich weitestgehend unauffällig – leider nur, solange sie nicht zu viele Entscheidungsmöglichkeiten auf einmal hat. Im Kampf mit mehreren Gegnern oder in einem Raum mit mehreren Rätseln kann es leider vorkommen, dass Oswald nie das Ziel angeht, auf welches wir uns gerade einstellen. Das bricht zwar nur selten das Gameplay völlig – nervig bleibt es aber trotzdem und man möchte dann schon mal so gar nicht Micky Maus gerecht beherzt fluchen.

Wenn das Wort "Singleplayer" fällt, dann sollte dem Leser klar sein, was darauf folgt: Ganz recht, es gibt einen Multiplayermodus. Zu jeder Zeit darf ein zweiter Spieler ins laufende Spiel einsteigen und die Rolle von Oswald einnehmen. Diese Option entpuppt sich als ausgesprochen spaßig und wertet das Spiel gehörig auf. Stets haben beide etwas zu tun, so verkommt keiner der Spieler zur Nebenfigur und Probleme aufgrund mangelnder Intelligenz werden vom Ärgernis plötzlich zum Funfactor.

Allgemein gibt sich das Spiel sehr rätsellastig. Kämpfe und Geschicklichkeitspassagen werden reichlich geboten; die Hauptaufgabe ist es aber stets seinen Weg zum Ziel zu finden. Das ist auf der einen Seite ein löblicher Ansatz, auf der anderen aber ein nicht unbedingt gut designter. Häufig wird aus dem Levelaufbau nicht klar, was der Spieler zu tun hat oder welche Auswirkungen welche Aktionen haben. Dadurch verkommt der eigentlich immer noch geniale Mix aus Erschaffen und Zerstören leider zu oft zu einem reinen Trial & Error. Man kommt oft nicht durch Planung und Überlegung zum Ziel, sondern durch ausprobieren und irgendwann eher zufällig das "richtige" machen. Schade, denn eigentlich sind die Rätsel überraschend clever und punkten auch damit, dass es fast immer mehrere Wege zum Ziel gibt.

Er kann sprechen!

Sieht man mal von der stark schwankenden KI ab, lässt sich Micky Epic gut steuern. Die Kamera (großes Sorgenkind im Vorgänger) wurde leicht verbessert, ist aber immer noch weit von einer Perfektion entfernt – wer sich aber frühzeitig darauf einstellt, einen Daumen auf dem Steuerkreuz zu lassen und damit manuell justiert, sollte gut durch das Abenteuer kommen. Lediglich bei Sprüngen in die Tiefe des Raums ist es mitunter schwer, die Abstände richtig einzuschätzen. Sei es drum; ich persönlich fühlte mich nur selten vom virtuellen Kameramann verraten und ansonsten geht die Steuerung, logischer Buttonbelegung sei Dank, gut von der Hand.

Technisch gibt es ebenfalls wenig zu meckern. Die Grafik flimmert und die Texturen sind teilweise arg pixelig – diese Schwachpunkte halten sich aber in Grenzen angesichts der genutzten Hardware. Micky Epic lebt ohnehin von seinem Stil und der ist wie erwartet erneut ganz vortrefflich gelungen. Schräge Bauten und schrullige Bewohner; dazu aber auch technische Leckerlies wie ordentliche Framerate, gute Weitsicht und zuckersüße Animationen. Gerade letztere fangen sehr schön die abgefahrene Welt ein, in der stilistische Einflüsse aus sämtlichen Disney-Dekaden aufeinanderprallen, um am Ende einen harmonischen Mix zu erzeugen.

Ein besonderes Lob gilt der Soundkulisse. Verträumte Melodien, die stets passen und die Atmosphäre vorbildlich steigern; dazu kommt die Tatsache, dass wirklich JEDER Dialog im Spiel vertont wurde. Die deutschen Sprecher machen ihren Job fast immer tadellos und sorgen immer mal wieder für ein Schmunzeln. Selbst die ab und zu eingestreuten Gesangseinlagen wurden komplett eingedeutscht – das klingt zwar manchmal etwas holprig im Versmaß, kommt aber trotzdem stimmungsvoll rüber. Allgemein haben die Lieder eine erstaunlich hohe Qualität. Nicht unbedingt auf einem Level mit denen abendfüllender Disney-Filme; aber dennoch überraschend stark für ein Videospiel und zu keiner Zeit nervend.

Abschließendes Fazit

Atmosphärisch
Sympathische Charaktere
Gelungener Umfang
Wunderschöne Animationen
Gelungener Multiplayer
Viele Lösungen führen zum Ziel...
... die man aber meist nur zufällig findet
Kameraprobleme
Kämpfe eher lahm
Dezent doofer Oswald

Der ganz große Wurf ist auch "Die Macht der Zwei" nicht geworden – das muss es aber auch gar nicht sein. Klar, die Kamera stört gelegentlich; Oswald bremst den Singleplayer gerne mal aus und die Rätsel verkommen zu oft zu einem "mal gucken, was passiert". All diese Fehler verzeihe ich aber gerne und sofort. Denn bei all den Ärgernissen schafft Micky dafür etwas Anderes umso besser:
Es verzaubert. Es bereitet gute Laune. Es versetzt den alten Knacker vor dem Fernseher zurück in seine Kindheit. Es liefert dem Kind vor der Konsole kindgerechte Kost, nimmt es aber gleichzeitig ernst. Und es steckt voller Wärme.
Man muss sich auf das Spiel einlassen können, um seine Schönheit zu erfahren – man muss emotional in seine Welt eintauchen wollen und gleichzeitig beim Gameplay mal Fünfe gerade sein lassen können. Das kann oder will natürlich nicht Jeder (und das meine ich absolut wertungsfrei); wer aber genau das möchte und den Vorgänger bereits ins Herz geschlossen hat, der greift zu. Micky Epic macht einiges besser als sein Vorgänger (vor allem wenn zwei Spieler vor der Konsole sitzen), einiges schlechter – sowohl im Gameplay, als auch in seiner Inszenierung. Aber es hat das Herz am rechten Fleck. Und das ist mir persönlich mehr wert als ein zwar spielerisch und technisch auf Hochglanz poliertes aber irgendwie seelenloses Werk, wie man sie zu Hunderten im Regal vorfindet. Und es ist doch irgendwie schade, dass Micky vermutlich völlig untergehen wird neben all den Assassinen, Schwarz-Operateuren, Klempnern und Zombies da draußen, oder? In diesem Sinne: Gebt der Maus eine Chance, denn genau die hat sie verdient!

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
79%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
 Atmosphäre
Herrlich schräg; düster und herzig zugleich, voller Charme: Das Gipfeltreffen verschiedenster Disney-Generationen saugt den Spieler erneut mühelos ein in eine ganz eigene Welt.
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