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Schlag den Raab: Das 3. Spiel

Dieses Spiel besitzen insgesamt 9 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 72% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Schlag den Raab: Das 3. Spiel
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: bitComposer Games
Entwicklungsstudio: 
Sproing Interactive GmbH
Kategorie: Party
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-2 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Nicht vorhanden
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: 
Amazon.de44,99 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 11. September 2012

Mein Review zu Schlag den Raab: Das 3. Spiel

Autor: Daniel Fröhlich (SeriousKano) für WiiG3. Oktober 2012

Zweimal hat Schlag den Raab schon versucht, die Faszination der Erfolgsshow ins heimische Wohnzimmer zu bringen, beide Male mit eher mäßigem Erfolg. Wird das im dritten Anlauf anders werden?

"Bist Du bereit für Hochspannung und Nervenkitzel der Extraklasse?" wird man euphorisch in der Herstellerbeschreibung begrüßt.
Wer das auch erwartet, kann nur enttäuscht werden, besteht die "Extraklasse" doch nur wieder aus mittelmäßig umgesetzten Minispielen.

Aller guten Dinge sind drei?

Optisch ist "Schlag den Raab: Das 3. Spiel" wie auch schon seine Vorgänger eher zweckmäßig als ansehnlich. Zwar ist das Studio originalgetreu umgesetzt worden, die comicartig unproportionalen Figuren täuschen aber nicht über die unterdurchschnittliche Grafik hinweg. Fehlende Details an den Spielstationen und zweidimensionales Pappaufsteller-Publikum tragen ihren Teil zum Gesamteindruck einer lieblosen und gehetzten Umsetzung bei.
Das macht die recht langen Ladezeiten umso weniger nachvollziehbar, genauso wie das gelegentliche Ruckeln des Cursors, das das Auswählen von Antworten immer wieder zur Tortur werden lässt.

Wie es sich für eine Lizenzumsetzung gehört, ist der komplette Soundtrack aus der Show übernommen worden. Dadurch kommt durchaus Stimmung auf, auch wenn man hier ebenfalls Abwechslung vermisst.
Leider ist in vielen Momenten schlicht gar keine Soundkulisse vorhanden und der Fernseher bleibt stumm. Was in der Fernsehsendung durchaus natürlich wirkt, irritiert beim Spielen wiederum sehr.
Die geringe Auswahl von gerade einmal 25 Spielen enttäuscht. Die Sendung bietet mittlerweile genügend Material, das für interessante Minigames dienen könnte. Wie auch in der Sendung teilen sich die Spiele etwa zur Hälfte in Wissens- und Actionrunden auf. Das wird im Showmodus nicht so konsequent umgesetzt, so dass gerne mal drei Actionspiele in Folge auftreten können.
Die Wissensspiele sind insgesamt gut umgesetzt und erfüllen ihren Zweck, variieren in ihrer Schwierigkeit jedoch massiv von äußerst leichten Fragen (eine Zeile eines Kinderliedes in die richtige Reihenfolge bringen) bis zu nahezu unlösbar (Afrikas Hauptstädte nach Einwohnerzahl sortieren) in der selben Kategorie.

O Steuerung, ich verfluche dich.

Stefans KI macht dabei eine ordentliche Figur und bleibt auf der Schwierigkeitsstufe "Mittel" auf einem fordernden, aber nicht unfairen Niveau. Auch die anderen beiden Stufen sind vernünftig umgesetzt, wobei Stefan selbst auf "Schwer" gelegentliche Patzer hat und Antwortmöglichkeiten wählt, die ganz klar als Scherz gemeint waren und von niemandem ernsthaft ausgewählt werden würden.
Die Actionspiele sind wiederum eher fragwürdig umgesetzt. Man merkt dem Spiel seine Natur als Multiplattform-Titel an, da viel Potential für unterhaltsame und sinnvolle Anwendungen der Wiimote verschenkt wurde. Warum für eine einzige Bewegung mehrere Aktionen notwendig sind, ist nicht nachvollziehbar. So verkommt das Spiel hier zur Schüttelorgie ohne Substanz. Zumindest ist auch im Mehrspieler-Modus nur eine Wiimote und zu keinem Zeitpunkt ein Nunchuk von Nöten.
Auch spielerischen Anspruch vermisst man bei den Actionspielen vergeblich; von schnellem Knöpfchendrücken bis Wiimote-Wirbeln wird es allenfalls noch beim Shuffleboard knifflig, was aber hauptsächlich an der durchwachsenen Steuerung liegt und zu Fluchorgien statt Spielspaß führt.
Eine lobenswerte Neuerung in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit, Stefans Aktionen zu überspringen und die eigene Wartezeit deutlich abzukürzen. Unverständlicherweise ist das jedoch nicht in allen Spielen möglich. Generell dauern die meisten Disziplinen unnötig lange. Das ist zwar ganz im Geiste der Sendung, die sich ebenfalls extrem streckt, für einen unterhaltsamen Abend ist dieses Spieltempo aber ungeeignet, so dass sich nach der Hälfte des Durchgangs schnell Unruhe einstellt.

Das wars?

Wer darauf hofft, durch erfolgreich absolvierte Spiele im Showmodus neue Spiele, geheime Charaktere oder versteckte Spielmodi freischalten zu können, wird schnell ernüchtert feststellen, dass das Meiste relativ überflüssig ist und nicht gerade zur Langzeit-Unterhaltung beiträgt. Die übrigen der 25 Minispiele können nach einem siegreichen Durchgang auf "Mittel" schon mit den errungenen Credit-Punkten freigeschalten werden. Die restlichen im Laden erhältlichen "Unlockables" beschränken sich auf uninteressante Outtakes, neue Outfits für die Charaktere oder Bildergallerien. Somit dürfte für viele Käufer der erste Durchgang schon der letzte gewesen sein. Positiv anzumerken sind die vom Spiel gespeicherten Statistiken, die in humorvoller Weise beispielsweise darauf hinweisen, wie viel Zeit man schon im Optionsmenü verschwendet hat. Insgesamt eine nette Spielerei, aber für das Spiel an sich nicht weiter relevant.
Löblich ist auch anzumerken, dass Steven Gätjen, Elton und Stefan Raab ihre Figuren selbst eingesprochen haben, leider mit eher mäßigem Ergebnis. Alle drei klingen äußerst unmotiviert und monoton, zumindest Gätjen lässt ein Mindestmaß an Interesse am Ergebnis erkennen. Von Stefan Raab, der schließlich als Zentrum der Show agiert, fallen nur sehr wenige Kommentare, die sich auch schnell wiederholen. Das ist ärgerlich und nimmt dem Spiel viel von der ohnehin sehr dünnen Atmosphäre.

"...war stets bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden"

Originalsprecher
Originalsoundtrack
Nur eine Wiimote notwendig
Kaum Spielumfang
Mangelhafte Soundkulisse
Schlecht umgesetzte Minispiele
Langatmiges Spieltempo

Auch dieses Mal wird es einige unbeugsame Optimisten geben, die dem dritten Spiel eine Chance geben werden. Leider ist es "Schlag den Raab: Das 3. Spiel" wie auch seinen Vorgängern nicht gelungen, an die angestrebte Qualität der Showvorlage heranzukommen. Der Titel entpuppt sich dabei schnell in allen Belangen als Rohrkrepierer. Dabei ist durchaus die Bestrebung erkennbar, die unterhaltsamen Elemente der Sendung in ein Videospiel umzusetzen. Dennoch rechtfertigen diese Ansätze keinen Kauf zum Vollpreis. Fans von "Schlag den Raab" sollten sich das Spiel in der Videothek ausleihen. Der mangelhafte Umfang macht das Spiel nach kurzem Anspielen sonst zum Staubfänger.

Vielen Dank an SevenOne für die freundliche Bereitstellung des Testspiels.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
49%
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