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Kid Icarus: Uprising

Dieses Spiel besitzen insgesamt 86 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 88% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Kid Icarus: Uprising
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo 3DS
Publisher: Nintendo
Entwicklungsstudio: 
Project Sora
Kategorie: Action, Adventure
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-6 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Unterstützt Nintendo NetworkAuch als Download erhältlichUnterstützt new Nintendo 3DS
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: Nicht vorhanden
Erscheinungsdatum: 23. März 2012

Kid Icarus: Uprising

Autor: Sebastian Fischer (sebbbbe)
und Yvonne Fürnstahl (Yvi) für WiiG
13. Mai 2012

Selten war die Entwicklung und Geschichte eines Spiels so spannend und interessant, wie die von Kid Icarus: Uprising. Eine Serie, die bisher nur aus zwei Ablegern bestand, wovon das Debüt auf dem NES schon ein Vierteljahrhundert her ist und abgesehen von einem Gameboy-Auftritt fast in Vergessenheit geriet. Ein erstes Lebenszeichen gab es in Super Smash Bros. Brawl für die Wii, in dem Pit einen Auftritt als spielbaren Charakter genoss und woraufhin die Rufe nach einem neuen Kid Icarus immer lauter wurden. Der Kopf hinter Super Smash Bros. Brawl war Masahiro Sakurai, der nach Beendigung des Spiels sein eigenes Studio namens Sora gründete, das nun mit „Project Sora“ beschäftigt war. Auf der E3 2010 war die Überraschung perfekt. Der Nintendo 3DS wurde enthüllt und als eines der ersten Spiele überhaupt Project Sora, auch bekannt als Kid Icarus: Uprising. Im März 2012 ist es nun endlich erschienen und wir wollen euch mit unserem ausführlichen Test näher bringen, wie gut Sakurais neuestes Meisterwerk denn nun wirklich ist.

„Sorry to keep you waiting!“

Kleine Geschichtsstunde: In einer von der griechischen Mythologie angehauchten Welt gibt es ein Land mit dem Namen Angel Land, in denen die Menschen in Frieden mit ihren zwei Göttinnen lebten. Palutena, Göttin des Lichts und Medusa, Göttin der Finsternis. Während Palutena die Menschen liebte, verachtete Medusa dieselben und stiftete Unruhe, woraufhin Palutena sie in die Unterwelt verbannte. Die Rache ließ nicht lange auf sich warten, weswegen Medusa mit ihren finsteren Schergen in den Himmelspalast stürmten und Palutena zu ihrer Gefangenen machten. Palutenas letzte Hoffnung war Pit, der Hauptmann der Engelsbrigade, der sich fortan aus dem Kerker der Unterwelt bis in den Himmelspalast kämpfte, alle drei heiligen Schätze wieder in seinen Besitz brachte und Medusa bezwang.
Soweit die Handlung des ersten Kid Icarus auf dem NES. In Kid Icarus: Uprising sühnt Medusa selbstverständlich nach Rache, doch es wurden eine ganze Menge neuer Charaktere eingeführt, untypisch für Nintendo in den letzten Jahren. Pandora, eine Untergebene Medusas , kreiert eine dunkle Kopie von Pit, den Dark Pit. Nicht, dass diese Situation schon genug Sprengstoff enthalten würde, Medusa ist auf der Fieslingsliste nicht die Nummer 1 und Angel Land ist nicht das einzige Reich im Universum. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, da die Handlung in allen Belangen mit der Fülle an neuen Charakteren überrascht und unterhält und es so einige Wendungen gibt.

Alles richtig gemacht?

Der Einzelspielemodus besteht aus einer Vielzahl an Kapiteln, die meist sehr ähnlich aufgebaut sind. Ein Kapitel besteht typischerweise aus drei Teilen. Am Anfang schwebt ihr mit Pit durch die Lüfte und schießt in bester Shoot’em Up-Manier die zahlreichen Untertanen Medusas in die Unterwelt. Wichtig ist, dass ihr Pit und das Fadenkreuz unabhängig voneinander steuert, doch dazu später mehr. Kommen euch Gegner gefährlich nah, könnt ihr sie mit einer starken Nahkampfattacke außer Gefecht setzen, normalerweise bekämpft ihr sie aus der Distanz. Wenn die Situation zu brenzlig wird, könnt ihr zwei verheerende Angriffe auslösen, die jeden Gegner auf dem Bildschirm beseitigen. Solltet ihr diesen Angriff einmal ausgeübt haben, müsst ihr erst wieder eine Weile warten, bis sich die Anzeige wieder gefüllt hat. Wichtig ist auch zu beachten, dass Pit sich schneller bewegt, wenn er nicht schießt und auch nur dann gekonnt ausweichen kann. Außerdem kann man einen geladenen und dadurch natürlich stärkeren Schuss abfeuern, wenn eine kurze Weile nicht geschossen wird; Dauerfeuer ist also nicht die beste Strategie. Die Luftkämpfe sind fantastisch inszeniert und ein wahrer Augenschmaus. Während auf dem oberen 3D-Screen die Post abgeht, unterhalten sich auf dem unteren Bildschirm die verschiedenen Protagonisten miteinander, meistens Palutena und Pit. Leider bekommt man nicht alles von den sehr humoristischen Dialogen mit, weil man währenddessen einen wahren Krieg mit der Unterwelt auszutragen hat.
Der zweite und größte Abschnitt eines Spiels stellt der Bodenkampf dar. Hier steuert ihr Pit durch die unterschiedlichsten Festungen, Städte und Welten und zeigt den Monstern der Unterwelt, wer der wahre Herr im Ring ist. Diese Abschnitte spielen sich komplett anders, als die Luftkämpfe, da ihr Pit hier in alle Richtungen bewegen könnt und volle Kontrolle über ihn habt. Essentiell für ein erfolgreiches Bestehen ist das richtige Ausweichen, dazu braucht man gutes Timing. Wenn ein Gegner, eine Kanonenkugel oder sonst was auf euch zukommt, müsst ihr im letzten Moment zur Seite weichen, damit Pit nicht getroffen wird. Weiterhin ist die Wahl eurer Waffe sehr spielentscheidend. Es gibt neun Waffentypen mit unzähligen Waffen eines Typs und selbst die gleichen Waffen haben unterschiedliche Effekte und Statuswerte. Somit gleicht keine Waffe der anderen. Entscheidet ihr euch für einen Bogen, könnt ihr aus weiter Distanz kraftvolle Pfeile auf eure Gegner feuern. Keulen sind dagegen unschlagbar im Nahkampf, während die Distanz sehr beschränkt ist. Natürlich hat die Wahl der Waffe auch einen Einfluss in den Luftkämpfen, ihr müsst euch zu Beginn eines Kapitels für eine Waffe entscheiden. Das Gameplay in den Bodenabschnitten könnte man sich auch vorstellen, wie ein Super Smash Bros. im dreidimensionalen Raum.
Von großer Bedeutung sind auch die Sprintattacken. Bewegt ihr Pit ganz normal, feuert er viele schwache Schüsse Richtung Feind. Wenn ihr das Slidepad aber ruckartig in eine Richtung bewegt, fängt Pit an zu sprinten. Feuert ihr dann auch noch in dem Moment, werden die Monster mit extrastarken Dash-Attacks malträtiert. Übrigens kann Pit nicht endlos sprinten, nach einiger Rennerei muss er sich auch erholen. Geschieht dies nicht, ist er kurze Zeit kampf- und ausweichunfähig. Wenn dagegen Pit zu sehr geknechtet wird, fällt er auf den Boden und gerät kurz vor dem Ableben in einen Notfallzustand. Wenn er währenddessen nochmals Prügel bekommt, stirbt er und es muss ab dem letzten Speicherpunkt begonnen werden. Das wäre jedoch nicht die einzige Strafe, aber später mehr dazu.
Eine weitere Feinheit der Bodenkämpfe sind Effekte. Diese können unter Anderem in Schatztruhen gefunden werden und müssen vor oder nach einem Kapitel ausgerüstet werden. Effekte können ganz unterschiedlich sein, von kleinen Heilungen, über Rüstungen hin zu Auto-Fokus, es gibt wirklich zahlreiche Effekte in mehreren Levelstufen. Ihr könnt diese Effekte innerhalb eines Kapitels aber nur in begrenzter Anzahl einsetzen und sie wirken auch nur für eine begrenzte Zeit. Die richtige Strategie ist hier gefragt. Das Ausrüsten der Effekte ist auch in einem netten, ja quasi Minispiel verpackt. Jeder Effekt hat eine gewisse Form, ähnlich einem Tetris-Stein. Die Effektsteinchen müssen sodann in einem quadratischen Feld angeordnet werden, natürlich so, dass man möglichst viele gute Effekte in dem Feld unterbringen kann. Auch hier muss man sich also eine Strategie überlegen, wie und welche Effekte man in den Kapiteln und im Multiplayer einsetzen möchte. Für ungeduldige Spieler, kann auch ein zufälliges Set erstellt werden, was natürlich nicht zu empfehlen ist.
Die richtige Waffe, die richtigen Effekte, das richtige Ausweichen und die richtigen Sprintattacken sind der Schlüssel zum Erfolg.

Lasst Herzen sprechen!

Hat man sich von Raum zu Raum gekämpft, Schatztruhen mit neuen Waffen und Effekte geöffnet und Pit sich bis zum Ende durchgerackert, steht man unmittelbar vor dem letzten Kapitelabschnitt, dem Bosskampf. Diese sind genial umgesetzt worden, teilweise herrlich abgedreht und vor allem abwechslungsreich. Mal bewegt man sich komplett auf Schienen und muss einen gut geschützten Generator zerstören, mal befindet sich Pit auf einem Pferdewagen in einem actiongeladenem Rennen und ein weiterer Bosskampf erinnert sogar verdächtig stark an ein Bomberman-Spiel! Jeder Obermotz muss anders angegangen werden und die richtige Strategie ist der Weg zum Erfolg.
Ein weiteres Detail, dass Kid Icarus: Uprising so besonders macht, ist der flexible Schwierigkeitsgrad. Jeder besiegte Gegner, ob zu Luft oder am Lande hinterlässt Herzen, die Währung des Spiels. Mit den Herzen kann man unter Anderem neue Waffen kaufen, aber sie dienen auch als Einsatz für jedes Kapitel. Zu Beginn eines Kapitels wählt ihr den Schwierigkeitsgrad auf einer Skala von 0,0 bis 9,0 in 0,1-Abschnitten. Während bei 0,0 quasi kein Gegner auftaucht, kommt ihr mit ansteigender Skalierung immer mehr ins Schwitzen und Fluchen. Ab 4,0 betitelt das Spiel selbst das Kapitel als schwierig. Nun aber wieder zurück zu den Herzen. Für jeden Schwierigkeitsgrad müsst ihr ein Teil eurer Herzen opfern, der Grad 2,0 gilt dabei als Nullwert. Für jede Zahl, die darüber oder darunter liegt, müssen Herzen in den abgebildeten Kessel geworfen werden. Das hat schwere Konsequenzen, solltet ihr zum Beispiel einen für euch zu hohen Schwierigkeitsgrad gewählt und dadurch viele Herzen eingesetzt haben, und im Kapitel dann den Bildschirmtod sehen, gehen euch erstens viele Herzen flöten und zweitens wird der Schwierigkeitsgrad runtergesetzt. Es gibt auch alternative Wege und Räume in den Bodenabschnitten, die sich erst ab einem bestimmten Schwierigkeitsgrad öffnen. Ein System, das überzeugt!
Doch Kid Icarus: Uprising bietet noch so viel mehr. Ihr könnt zum Beispiel zwei Waffen zu einer stärkeren neuen Waffe kombinieren oder Waffen in Herzen umwandeln. Es gibt dazu noch satte 360 Erfolge, die fleißige Zocker an der Stange halten. Diese Achievements reichen von „Spiele das Kapitel XY in 10 Minuten durch“ bis „Besiege Endgegner XY im Notfallzustand“! Außerdem erhaltet ihr vom Spielen, egal ob Einzel- oder Mehrspielermodus, sogenannte Ikaron-Eier. Diese legt ihr in der Ikaronade auf eine Waage, schießt diese gen Himmel und erhaltet Ikarons, das Kid Icarus-Pendant zu den Statuen aus Super Smash Bros.. Das heißt, dass ihr quasi jedes Objekt, jede Waffe, jeden Gegnertyp, jedes Level näher betrachten könnt und einige Infos dazu serviert bekommt. Ihr könnt Waffenjuwelen schmieden und diese per StreetPass austauschen. Als ob das nicht schon genug wäre, macht Kid Icarus: Uprising intensiven Gebrauch von AR-Karten. Es gibt Hunderte spezielle Kid Icarus-AR-Karten, die die Figuren des Spiels auf eurem Wohnzimmertisch zum Leben erwecken und gegeneinander kämpfen lassen. Nintendo plant sogar mit Panini demnächst ein Sammelalbum auf den Markt zu bringen!

Ein Riesengesprächsthema ist und bleibt die Steuerung, die größtenteils stark kritisiert wird. Nintendo hat dies wohl geahnt und das Spiel serienmäßig mit einem Ständer ausgeliefert, der den Komfort erhöhen soll. Tatsächlich spielt es sich mit dem Plastikzubehör deutlich ruhiger, da man gerne mal wegen des hektischen Spielverlaufs unbewusste Störbewegungen durchführt, dies aber durch das Abstellen des 3DS auf dem Ständer gemindert wird. Dass man Pit mithilfe des Schiebepads und das Fadenkreuz unabhängig davon auf dem Touchscreen manövriert ist vor allem am Boden sehr gewöhnungsbedüftig. Oder anders gesagt, man muss sich einfach etwas reinarbeiten in das Spiel. Zu Anfang ist man noch etwas überfordert, weil 360 Grad um Pit der Bär steppt, man dadurch die Kamera über den Touchscreen die ganze Zeit bewegen muss, dabei noch auf Gegner zielen soll und dann noch richtig ausweichen müsste. Doch je länger man spielt, desto kontrollierter geht das Ganze vonstatten und auf höheren Schwierigkeitsgraden muss man sich sowieso die volle Kontrolle erarbeitet haben. Von daher ist die Steuerung nicht schlecht, aber es braucht einiges an Training. Zudem kann man noch weitere individuelle Einstellungsmöglichkeiten vornehmen, wie sensibel und schnell das Fadenkreuz reagieren soll zum Beispiel.
Diese Hektik und das Gameplay erinnern wie schon gesagt an die Super Smash Bros.-Serie. Generell fallen einem so viele kleine Details auf, dass es sich bei Kid Icarus: Uprising nur um ein Spiel von Sakurai handeln kann. Das Layout der Menüs, die Ikarons, die Achievements, das Gameplay, alles erinnert frappierend an Sakurai und Super Smash Bros. Brawl. Aber auch einige Parallelen zu Kirby lassen sich finden, wie die Heilitems oder die Schienenfahrten, die erschreckend ähnlich zu denen in Kirby’s Air Ride für den Gamecube sind. Kein Wunder, Sakurai hat ja auch bei HAL, den Erfindern von Kirby seine Karriere begonnen.

Alles andere als antik!

Das Spielerauge bekommt einige Leckerbissen geboten, die Luftabschnitte sehen einfach nur grandios aus und sind toll inszeniert. Pit fegt durch Schluchten, über antike Städte, in den Weltraum und idyllischen Sonnenuntergängen entgegen. Dabei fetzen einem eine Horde Monster gegen die Lunte und trotzdem läuft alles butterweich. Die Bodenabschnitte können da nicht ganz mithalten, einige Texturen wirken doch etwas zu grob und Kanten gibt es auch so einige. Die Abwechslung ist jedoch auch hier auf einem hohen Niveau. Das Gegnerdesign ist serientypisch herrlich abgedreht und absurd. Fliegende Gesichter mit Brille und Schnurrbart, vermeintliche Schatztruhen mit langen Beinen, metroidähnliche Wesen und den allseits bekannten Auberginagier. Ein Magier, der wie eine Aubergine aussieht, Auberginen abfeuert und Pit bei Berührung…zu einer Aubergine verwandeln lässt!
Mindestens genauso beeindruckend, wenn nicht sogar viel imposanter präsentiert sich die musikalische Seite des Spiels. Alleine die engagierten Komponisten genügen für feuchte Fanboyträume: Motoi Sakuraba (Golden Sun, Tales of-Serie), Yuzo Koshiro (Shenmue), Masafumi Takada (Killer 7, No more Heroes), Noriyuki Iwadare (Ace Attorney) und Yasunori Mitsuda (Chrono Trigger, Xenoblade) machen Kid Icarus zu einem musikalischem Erlebnis! Der komplette orchestrale Soundtrack ist ein einziges Meisterwerk! Alle Charaktere wurden außerdem synchronisiert und das auf wirklich sehr gutem Niveau. Pits Stimme ist zwar nicht jedermanns Sache, sie passt aber sehr gut zu den witzigen Dialogen, generell dem Humor des Spiels und Pits Charakter.

Gemeinsam ist es doch am schönsten

Damit wir nicht ganz alleine spielen müssen, bietet Kid Icarus: Uprising auch einen Multiplayer an. Dabei können wir entweder lokal oder online gegeneinander antreten. Bei der lokalen Variante müssen jedoch alle teilnehmenden Mitspieler, das können bis zu sechs Freunde sein, einen eigenen 3DS und ein eigenes Modul besitzen. Egal ob lokal oder online, die Spielvarianten bleiben dieselben.
Wir entscheiden uns entweder für „Jeder gegen Jeden“ oder „Hell gegen Finster“. Wie der Name schon andeutet, ist in der ersten Spielvariante jeder auf sich selbst gestellt. Die sechs Spieler bekämpfen sich auf einem Schlachtfeld und wer am Ende der Zeit die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. In der Variante "Hell gegen Finster" spielen jeweils drei Spieler zusammen im Team. Die einen bilden die finstere Einheit, die anderen die helle. Nun geht es darum die Gegner zu vernichten. Sobald alle drei Gegenspieler ausgeschaltet worden sind, verwandelt sich der zuletzt verstorbene Spieler in Pit (oder im Falle des finsteren Teams in den dunklen Pit). Nun gilt es diesen auch noch zu besiegen, nach dessen Ableben hat die Gruppe dann gewonnen. Die verstorbenen Spieler werden jedoch immer wieder in das Spiel geschickt, d.h. es kämpfen grundsätzlich drei gegen drei Spieler, nur das halt einer irgendwann zu Pit und somit das Hauptziel wird. Das Kampfsystem ist dabei wie im Hauptspiel. Auch hier finden sich Ausrüstungsgegenstände und verschiedene Effekte. Der Einstieg ist jedoch etwas hektisch. Zwar kann man in der Zeit, während die Mitspieler nochmals ihre Figuren ausrüsten, an einer Art Trainingspuppe üben, doch wird man daraufhin mitten ins Spiel geworfen und fühlt sich beim ersten Onlinespiel doch recht stehen gelassen. Um einen herum bricht der Kampf aus und die wildesten Effekte werden genutzt. Hat man aber erst mal den Überblick gewonnen, macht es doch richtig Spaß. Damit auch gerade die Einsteiger nicht allzu sehr von den Profis fertig gemacht werden, wurde ein interessantes System integriert. Verletzt nun ein Spieler mit einer schwachen Waffe einen Gegner, der mit höheren Werten und Waffen ausgerüstet ist, so verliert dieser mehr Schaden, als üblicherweise. Somit wird das Spiel etwas ausgeglichener und die ersten Runden nicht zur Frustprobe. Die Onlinepartien können natürlich nochmals unterteilt werden in Spiele gegen jedermann oder mit registrierten Freunden. Die Verbindung war auch immer recht stabil und flüssig. Insgesamt ein spaßiger Multiplayer, der jedoch gern auch noch mit zusätzlichen Modi wie z.B. dem bekannten „Capture the Flag“ aufgewertet hätte werden können.

Jung geblieben!

Vollgestopft mit Inhalten
Gelungene Mischung aus Alt und Neu
Flexibler Schwierigkeitsgrad
Zusatzfeature AR-Karten
Klasse Synchronisation
Grandioser Soundtrack
Lustige Texte/Gespräche...
... die leider im Kampfgewühl zum Teil untergehen
Nur englische Synchronisation
Gewöhnungsbedürftige Steuerung

Fazit von sebbbbe:
Was soll ich noch groß zu diesem Spiel sagen? Zugegeben, ich habe mich schon seit der Ankündigung auf dieses Spiel gefreut, wurde aber kurz vor dem Release dann doch etwas skeptisch. Diese Skepsis hat sich während des Spielens aber wieder in totale Euphorie gewandelt. Man mag vielleicht kritisieren, dass Kid Icarus: Uprising, was das Gameplay angeht nicht an die Vorgänger erinnert, die Steuerung einiges an Einarbeitungszeit benötigt und es auch gerne hektisch bis chaotisch wird. Aber alleine, dass Masahiro Sakurai der verstaubten Serie neues Leben eingehaucht hat und die Gratwanderung zwischen so viel Neuem und doch so viel Bekanntem so meisterlich bewältigt hat, ist mehr als erstaunlich. Das Spiel hat so viel Inhalt zu bieten, alleine die Masse an Erfolgen, dazu der geniale flexible Schwierigkeitsgrad und neun Waffentypen, die jedes Mal dem Spieler eine neue Erfahrung bieten. Mir hat persönlich der tolle Humor auch sehr gut gefallen; Im Tutorial behauptet Palutena, dass das Ausweichen an Super Bash Sisters erinnert, an anderer Stelle fragen sich Palutena und Pit, warum das Spiel überhaupt Kid Icarus heißt. Das erste Kapitel beginnt mit einem „Sorry to keep you waiting“ von Pit, eine Anspielung auf die lange Zeit, in der es keinen neuen Kid Icarus-Titel gab. Das Spiel ist vollgestopft mit solchen kleinen Witzeleien und jeder Dialog lädt zum unkontrollierten Grinsen ein. Und die Schlagsahne auf dem Gesamtpaket ist der fantastische Soundtrack. Vom Multiplayer habe ich noch nicht mal gesprochen!
Für mich ist Kid Icarus: Uprising jetzt schon ein Klassiker und gehört neben Super Mario 3D Land und Resident Evil Revelations zu den großen Titeln auf dem Nintendo 3DS!

Fazit von Yvi:
Da ich den originalen Kid Icarus-Titel nicht gespielt hatte, fühlte ich mich schon etwas in die Geschichte hineingeworfen. Man startet ohne große Erzählung mitten im ersten Level und versucht sich dann an die Steuerung zu gewöhnen, Gegner zu besiegen und zeitgleich der Geschichte zu lauschen. Alles in allem etwas unerwartet und überfordernd. Trotzdem konnte das Spiel, vor allem im Verlauf der Story überzeugen. Die Gespräche zwischen Pit und Palutena sind einfach super gelungen und zwingen einem ein Grinsen ins Gesicht. Auch wenn die wechselnden Flug- und Landpassagen etwas monoton wirken, so verströmt das Spiel doch ein gewisses Flair. Ich hatte definitiv meinen Spaß mit dem Titel und kann allen Spielern die zuvor noch nie Kid Icarus gespielt haben, getrost raten, sich dieses 3DS-Spiel mal genauer anzuschauen.

Das Team von WiiG bedankt sich bei Nintendo für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und die Geduld!

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
84%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
 Humor
Kid Icarus: Uprising nimmt sich in den vielen sehr gelungenen Dialogen gerne selbst mal auf die Schippe, was dem gesamten Spiel einen unverwechselbarem Charme verleiht und macht es dadurch zu etwas ganz Besonderem!
 Sound
Fünf der besten Komponisten der Branche zauberten einen fantastischen Soundtrack mit etlichen orchestralen Meisterwerken. Gepaart mit der tollen Synchronisation auf hohem Niveau ist Kid Icarus: Uprising ein wahres Erlebnis für die Ohren!
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