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Gamebase von Tisteg80
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Minecraft: Wii U Edition

Es gehört zu meinen Lieblingsspielen
Ich habe dieses Spiel am 20. Dezember 2015 gekauft
Detailinformationen
Spieltitel: Minecraft: Wii U Edition
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii U
Publisher: Mojang
Entwicklungsstudio: 
4J Studios
Mojang
Kategorie: Adventure
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-8 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Unterstützt Off-TV-PlayUnterstützt DLCUnterstützt Nintendo NetworkAuch als Download erhältlichUnterstützt Pro Controller
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: Nicht vorhanden
Erscheinungsdatum: 17. Dezember 2015

Mein Review zu Minecraft: Wii U Edition

Autor: Tisteg8022. Dezember 2015

Faszinosum Minecraft. Das Spiel, das im Jahr 2009 auf dem PC überaus erfolgreich startete und inzwischen auf sage und schreibe 13 Plattformen erhältlich ist, wurde bereits über 72 Millionen Mal verkauft. Und das aus gutem Grund. Es ist der Inbegriff eines Open World Spiels. Dem Spieler so viele Freiheiten zu geben wie Minecraft es tut, war wohl der Hauptgrund für die Erfolgsstory. Da es kein richtiges Spielziel gibt, ist es erforderlich, dass sich die Spieler ihre Ziele selber setzen und dabei ihre Kreativität ausleben. Aus diesem Grund ist Minecraft nicht für jeden etwas. Aber 72 Millionen Verkäufe geben dem Spiel recht und nachfolgend will ich versuchen zu erklären, was Minecraft so faszinierend macht.

Überlebensmodus

Im sogenannten Überlebensmodus wird der Spieler in einer zufällig generierten Welt abgesetzt, die aus Blöcken besteht. Regel Nummer 1 lautet: Bald wird es Nacht und bei Dunkelheit sollte man als Neuling besser einen geeigneten Unterschlupf gebaut haben, der einen vor den Kreaturen schützt, die dann ihr Unwesen treiben.

Wie macht man das? Ganz einfach: Nahezu jeder der Blöcke, die dieser Welt ihre Form geben, lässt sich abbauen. Entweder mit der Hand oder mit dem geeigneten Werkzeug. Also geht man zum nächstbesten Baum und schlägt mit der Hand auf den Stamm ein, bis der kaputt geht und man einen Holzblock bekommt. Tut sicher weh, geht am Anfang aber nicht anders. Öffnet man das Crafting-Fenster, kann man nun aus dem einen Holzblock vier Bretter-Blöcke gewinnen. Die lassen sich dann wiederum in die Landschaft setzen – zum Beispiel, um eine kleine Hütte zu bauen. Wenn es schneller gehen soll und nicht gleich so hübsch aussehen muss, kann man auch einfach Erde abbauen und sich damit eine Unterkunft bauen. Jetzt kann die Nacht hereinbrechen, wir sind fürs Erste sicher – in unserer dunklen Notbehausung…

Kaum bricht der Morgen an, kann man sich wieder nach draußen wagen. Die meisten Kreaturen werden nämlich wie Vampire von der Sonne gebrutzelt. Jetzt kann man einigermaßen beruhigt weitere Materialien abbauen. Wie wäre es, Steinblöcke mit einer neu erstellten Holzspitzhacke abzubauen? Hat man genug zusammen, lässt sich daraus ein Ofen bauen. Was benötigt man zum befeuern? Holz natürlich. Und was lässt sich damit verbrennen? Zum Beispiel ebenfalls Holz! Das ergibt dann Holzkohle. Holzkohle und ein Stock, hergestellt aus einem Bretter-Block, ergibt wiederum eine Fackel. Und die sind wichtig, um auch nachts eine Beleuchtung zu haben. Oder in den dunklen Höhlen, die die Welt von Minecraft durchziehen.

Die Erkundung dieser Höhlen ist ein wichtiges Element von Minecraft. Hier kommt auch der Entdeckerdrang voll zur Geltung. Mit Nahrung, Fackeln, Waffen und Werkzeugen bestückt wagt man sich in einen dunklen Stollen vor, in der Hoffnung, wertvollere Materialien zu finden. Und die gibt es nunmal nur da unten. Aus Eisenerz lassen sich dann Eisenbarren herstellen, die für die Herstellung stärkerer Waffen benutzt werden können. Eisen-Werkzeuge halten zudem länger als ihre Holz-Pendants und bauen die Blöcke deutlich schneller ab. Selbst Rüstungen lassen sich herstellen, um auch stärkeren Monstern Stand halten zu können. Aber Eisenerz ist längst nicht alles, was es in den Höhlen und Stollen zu finden gibt…

Überaus beliebt ist auch sogenannter Redstone. Das rote Material hat nämlich die Besonderheit, dass es wie eine Pulverspur auf dem Boden ausgelegt werden kann und dann wie ein Stromkabel Energie leitet! Das ist etwas, das die ganzen Minecraft-Klone wie z.B. Cube Life auf der Wii U nicht zu bieten haben. Mit Redstone lassen sich richtig komplexe Schaltkreise bauen. Aber man kann auch schon im Kleinen etwas herumtüfeln und mit den richtigen Materialien z.B. eine Deckenlampe bauen, die per Schalter ein- und ausgeschaltet werden kann. Es ist absolut faszinierend, was hier alles möglich ist!

Im Übrigen ist es auch wichtig, immer wieder Nahrung zu sich zu nehmen. Denn wenn die Hungerleiste erst mal leer ist, sinkt auch die Lebensenergieleiste. Dann genügt ein Treffer durch einen Gegner und man segnet das Zeitliche. So richtig sterben kann man zwar nicht, denn jeder Tod lässt einen am „Spawnpunkt“ wieder auftauchen. Dann sind aber alle gesammelten Erfahrungspunkte weg und auch das komplette Inventar. Das liegt nämlich am Ort des Todes, was gegebenenfalls weit weg sein kann. Schafft man es nicht rechtzeitig dorthin zurück, verschwinden die Gegenstände. Also, zwischendrin immer schön futtern! Das kann selbst hergestelltes Brot sein, Fisch oder Fleisch, Gemüse oder Obst. All das lässt sich auf gewisse Weise auch regelrecht anbauen. Wer sich Felder anlegt, möglichst nah an einem Wasserloch, mit Samen bestreut und für ausreichend Licht sorgt, wird zum Beispiel bald Weizen ernten und zu Brot verarbeiten können. Weizen kann auch benutzt werden, um manche Tiere zu füttern und so in den „Liebesmodus“ zu versetzen. Macht man das bei zwei Tieren in relativer Nähe, zeugen die beiden umgehend Nachwuchs. So lässt sich die Fleischversorgung sicherstellen. Einen Zaun außenrum, damit das Getier nicht flüchtet, und fertig ist die Viehhaltung.

Und so gesellt sich eine Aufgabe zur anderen und die Stunden verfliegen regelrecht. Man erkundet die Gegend, findet neue Materialien, stellt Gegenstände her, kümmert sich um die Nahrungsbeschaffung oder baut und formt die Landschaft nach seinen Wünschen. Wie wäre es mit einem kleinen Dörfchen, mit schicken Dächern auf den Häusern? Oder einem Angelsteg? Einem kleinen „Wochenend-Häuschen“ drüben hinter dem großen Berg? Warum nicht dorthin Schienen verlegen und mit einem Minenkarren bequem hin- und herfahren? Ja, auch das geht. Die Möglichkeiten sind so vielfältig!

Grafik & Sound

Optisch sieht das besonders in den Konsolenversionen, für die es keine hochauflösenden Texturpakete von Fans gibt, zunächst sehr altbacken aus. Die Pixel springen einen förmlich an und man fragt sich, was daran Spaß machen soll. Der Spaß stellt sich aber schnell ein, wenn man sich die ersten Aufgaben setzt und dadurch die Grafik in den Hintergrund rückt.

Auch in Sachen Sound gibt sich Minecraft minimalistisch. Spärlich eingesetzte Melodien lassen aber dennoch immer wieder eine gewisse Stimmung aufkommen, bei der ein bißchen Melancholie mitschwingt. Der Soundtrack hat aber auch eine entspannende Wirkung.

Spielbarkeit

Einen großen Teil seiner Faszination bezog das PC-Minecraft aus dem Crafting, also dem Verarbeiten abgebauter Materialien zu neuen Gegenständen. Hierzu musste man die passenden Items in einem 2x2 bzw. 3x3 großen Raster richtig anordnen. Da war eine Menge Bastelspaß mit dabei. Zum Beispiel erhält man ein Schwert, wenn man in das unterste Feld einen Stock setzt und in die beiden Felder darüber jeweils einen Bretter-Block.

In den Konsolenversionen kann man das auf Wunsch immer noch so machen. Standardmäßig sieht man hier aber direkt schon alle möglichen Endprodukte. Hat man die benötigten Gegenstände im Inventar, reicht dann ein einfacher Knopfdruck zum herstellen. Das geht natürlich deutlich schneller und einfacher als auf dem PC. Es fehlt aber das Erfolgsgefühl, das sich einstellt, wenn man eigenständig ein Crafting-Rezept herausgefunden hat. Beides hat also seine Vor- und Nachteile. Ist man erst einmal das bequeme Crafting gewohnt, gibt es aber eigentlich keinen Grund mehr, zum Original zurückzukehren.

Die Wii U Version bietet, wie vermutlich andere Konsolenversionen auch, drei voreingestellte Settings für die Steuerung per Gamepad oder Pro Controller. Man kann also testen, welche Bedienung einem am besten liegt. Ich komme mit der Standardeinstellung am besten zurecht.

Sonstiges

Bevor ich zum Schluss meines kurzen Minecraft-Überblicks komme, der bei weitem nicht vollständig sein kann und will, möchte ich noch auf einen anderen wichtigen Spielmodus eingehen. Im sogenannten Kreativmodus gibt es keine Kreaturen als Gegner und auch keine Hunger- und Lebensenergieleiste, die im Auge zu behalten ist. Man muss auch nicht mühsam Blöcke abbauen. Stattdessen kann man völlig frei aus allen möglichen Blöcken wählen und unbegrenzt viele davon benutzen, um alle möglichen Bauwerke zu erschaffen. Der Name ist also Programm, man kann hier seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Noch einige Worte zur Wii U Version von Minecraft: Wie auch die Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 ist die Spielwelt auf 864 x 864 Blöcke begrenzt. Das ist nicht gerade viel, genügt aber durchaus. Möchte man der kleinen Spielwelt etwas Positives abgewinnen, könnte man sagen, dass es dadurch spannender wird, weil seltene Materialien wirklich intensiv gesucht und Tiere effektiv gezüchtet werden müssen.

Die meiste Zeit über läuft das Spiel im Singleplayer flüssig. Beim Spielen der Tutorial-Welt fällt aber beim Zünden des Feuerwerks auf, dass die Framerate kurz in die Knie geht. Ansonsten sind mir bisher keine Framerate-Drops aufgefallen. Man wird lediglich von der optionalen Autospeichern-Funktion mal kurz aus dem Spiel gerissen, aber das sind dann nur wenige Sekunden, bevor man weiterspielen kann.

Leider wird das Gamepad abseits der Off-TV Funktion nicht großartig unterstützt. Man kann zwar per Touchscreen Gegenstände in der Schnellzugriffleiste antippen, aber das hin- und herswitchen per L- und R-Taste ist fast genauso schnell. Wünschenswert wäre natürlich gewesen, das klassische Crafting auf dem Touchscreen machen zu können. Mir fehlt vor allem das Feature, dass ein Spieler auf dem Gamepad und der andere per Pro Controller auf dem TV spielen kann. So bleibt „nur“ die Möglichkeit, per Splitscreen zusammen zu spielen. Bis zu vier Leute können sich dabei den hoffentlich großen Bildschirm teilen. Online können bis zu acht Leute zusammen in einer Welt spielen.

Gut finde ich, dass beim online spielen sowohl Voice Chat, als auch USB-Tastaturen unterstützt werden. Ich mag es, mich zwischendurch per Tastatur kurz mit dem Mitspieler abzusprechen.

Der Preis ist mit 29,99 Euro nicht gerade günstig, insbesondere für einen Download-Titel (die Retail-Version folgt irgendwann später). Schließlich erhält man die vergleichbare Xbox 360 Version bei der Software-Pyramide für rund 20,- Euro. Allerdings gibt es einige Skins für den Avatar und Texturenpakete gleich mit dazu und wie man so liest, könnten noch Nintendo-exklusive Inhalte folgen. Und dass man per Off-TV ohne Fernseher spielen kann, ist für den Familienhaushalt ein dicker Pluspunkt. Außerdem kostet im Gegensatz zu Xbox 360 und Playstation 3 das Onlinespiel nichts.

Für 2016 ist das Update 1.8.8 angekündigt, das dann auch die Wii U Version mit einem Riesenschritt der PC-Version annähern soll. Somit wird es viele neue Sachen geben, die die Spieler erkunden können. Das Update wird für Käufer des Spiels kostenlos sein.

Alternativen

Als preisgünstige Alternative ist natürlich Cube Life: Island Survival zu nennen. Dieser eShop-Titel spielt sich prinzipiell gleich, legt aber mit seiner Durst-Anzeige und den aggressiveren Gegnern noch mehr Wert auf den Überlebensaspekt. In Sachen Umfang kann Cube Life eine größere Spielwelt als das "Original" vorweisen, allerdings getrennt durch Ladepausen. Gelangt man an den Rand eines Teilbereichs der Welt, wird das nächste Raster nachgeladen. Sowas würde ich mir für Minecraft auf der Wii U ehrlich gesagt auch wünschen.

Cube Life hat aber auch Nachteile. So gibt es keine Redstone-Mechanik und die Spielwelt ist immer gleich aufgebaut, sie wird nicht zufällig generiert. Außerdem sind die Gegner meiner Meinung nach schon zu aggressiv und die Werkzeuge gehen schneller kaputt, als man "Nicht schon wieder" sagen kann. Doch Abhilfe ist in Form eines umfangreichen Patches in Sicht. Der wird es auch ermöglichen, dass ein Spieler auf dem Gamepad zocken kann und ein zweiter Spieler auf dem TV. Ebenfalls ein Feature, das man sich für Minecraft wünschen würde.

Meiner Meinung nach kann Cube Life zumindest in seiner jetzigen Form dem Vorbild nicht das Wasser reichen. Mit dem Update wird es aber wieder interessanter. Letztendlich denke ich, dass beide Spiele nebeneinander existieren können und ihren eigenen Reiz haben, vergleichbar mit Fifa und PES.

Update 30.12.2015: Das Cube Life Update ist für den 07.01.2016 angesetzt. Allerdings wird es NICHT wie erwartet einen Dualscreen-Koop für den normalen Überlebensmodus geben, zumindest mit diesem Update nicht. Wenn ein Spieler auf dem Gamepad und einer auf dem TV zocken möchten, dann geht das nur im neuen Tower Defense Modus. Eine kleine Enttäuschung und für mich ein Grund mehr, mich über den Splitscreen-Modus von Minecraft zu freuen.

Abschließendes Fazit

Es ist Minecraft, auf der Wii U!
Gute Umsetzung, viele Features enthalten, weitere folgen
Macht süchtig
Mehrspielermodus lokal und online
Off-TV Funktion
Deutlich kleinere Spielwelt als Xbox One, PS4 oder PC
Gamepad-Einbindung wäre für Crafting schön gewesen
Kein Dualscreen-Koop für zwei Spieler
Keine HD-Texturen wie am PC möglich

Sicherlich ist die PC-Version aufgrund verfügbarer Mods zur grafischen und inhaltlichen Verbesserung die eindeutig beste. Auch die schiere Größe der Welt sprechen für den Computer, während Xbox One und Playstation 4 immerhin mit deutlich größeren Spielwelten glänzen können als die Wii U, Xbox 360 und Playstation 3.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es sich nur bedingt lohnt, die Wii U Version zu kaufen, wenn man schon die PC-Version hat oder eine der anderen Konsolenversionen. Sinnvoll ist es für diejenigen, die Off-TV nutzen möchten oder aber die Wii U als Hauptkonsole zu nutzen - ich gehöre zu beiden Fraktionen.

Es ist nach dem Kauf des Entwicklers Mojang durch Microsoft jedenfalls ein kleines Wunder, dass dieses Ausnahmespiel doch noch auf der Nintendo-Konsole erschienen ist. Minecraft ist auch für die Wii U eine absolute Bereicherung. Wer einmal mit buddeln und craften angefangen hat, kann so schnell nicht mehr die Finger davon lassen. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
87%
Persönliche Bewertung des Benutzers
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