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Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Detailinformationen
Spieltitel: Professor Layton und die Schatulle der Pandora
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo DS
Publisher: Nintendo
Entwicklungsstudio: 
Level 5
Kategorie: Adventure, Puzzle
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1 Spieler
Mehrspielermodus: Nicht vorhanden
Online: Ja
Alterseinstufung: 
Features: Wi-Fi-Kompatibilität
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: Nicht vorhanden
Erscheinungsdatum: 25. September 2009

Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Autor: Cel8. Oktober 2009

Nachdem Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf einige Zeit brauchte, um aus den östlichen Gefilden zu uns Europäern zu gelangen, erging es dem zweiten Teil, Professor Layton und die Schatulle der Pandora besser: Noch nicht mal ein Jahr nach dem ersten Teil kommen wir in den Genuss von Teil zwei.

Macht der Professor alles gleich, oder gibt es großartige Veränderungen? Eines zumindest ist klar: Das Franchise Professor Layton hat sich innerhalb kürzester Zeit im Spieleangebot Nintendos etabliert.

Ein Brief an Hershel Layton ...

Professor Hershel Layton erhält einen Brief seines Mentors Doktor Andrew Schrader: Der gebildete Mann ist einem mysteriösem Gegenstand auf der Spur: Die Schatulle der Pandora ist eine Box, die jeden, der sie öffnet, auf der Stelle töten soll. Den Namen erhielt sie wegen der Ähnlichkeit zur Büchse der Pandora, die ähnliches Pech bedeuten soll - allerdings erwartet den Finder der Büchse vielleicht sogar immerwährendes Glück, vielleicht ist also auch die Schatulle nicht so gefährlich wie gedacht? Zumindestens ist es Schrader gelungen, der Schatulle habhaft zu werden. Wo er den seltsamen Gegenstand erhalten hat und was vonnöten war, um ihn zu bekommen, verschweigt der alte Mann. Er teilt Layton lediglich mit, dass er vorhat, die Schatulle zu öffnen, um endlich zu erfahren, ob die Gerüchte wahr sind. Er bittet den Professor weiterhin, sich um die Schatulle zu kümmern, falls ihm etwas zustößt. Krank vor Sorge reist Professor Layton mit seinem Gehilfen und Lehrling Luke Triton zu Doktor Schrader, um sich von dessen Unversehrtheit zu überzeugen. Endlich bei Schrader angekommen, finden Layton und Luke dessen Tür verschlossen vor. Nachdem sie die Tür öffnen konnten, finden sie den Doktor - er liegt leblos auf dem Boden. In der Hand des alten Mannes - ein zerrissenes Bild, außerdem finden die beiden eine Fahrkarte für den Molentary Express, einem luxuriösen Zug, der den Gerüchten zufolge an einem geheimen Ort hält. Auf der Karte ist jedenfalls kein Ziel angegeben. Auch die Schatulle ist verschwunden - der Mörder Schraders muss sie entwendet haben, denn an die todbringende Wirkung der Schatulle glaubt Layton nicht.
Nachdem Inspektor Chelmey von Scotland Yard seine Unwissenheit in dem Fall zum Besten gibt und auch Laytons und Lukes Anmerkungen missachtet, beschließen die beiden, auf eigene Faust zu ermitteln und die Fahrt im Molentary Express zu wagen, in der Hoffnung auf Hinweise auf die Schatulle der Pandora und auf den Mörder von Doktor Schrader. Auch alte Bekannte sind mit an Bord ...

Allgemein ist die Story etwas lebhafter als im ersten Teil, aber sie tritt immer noch in den Hintergrund: Die Rätsel bleiben im Vordergrund, unterbrechen den Fluss der Geschichte teilweise. So kommt nur am Anfang und Ende echte Spannung auf, denn hier sind die Rätsel noch nicht bzw. nicht mehr so zahlreich vorhanden.

Grafik & Sound

Die Geschichte und auch die Rätsel, die in Professor Layton gelöst werden müssen, werden hauptsächlich in Standbildern präsentiert. Handgezeichnete Hintergründe und Figuren sind schön anzusehen, sogar die Lippen der Figuren bewegen sich, während sie sprechen. Aber Standbilder sind nun mal eben solche und grafisch eben nur nett und nichts berauschendes. Berauschend hingegen sind die Trickfilm-Zwischensequenzen, die schon im ersten Teil vorhanden waren, allerdings sind sie im zweiten Teil weitaus zahlreicher. Es mach richtig Spaß, die Geschichte in diesen bewegten Bildern mitzuverfolgen.
Beim Sound gilt im Grunde das gleiche: Während der Rätsel dudelt Fahrstuhlmusik, die recht eintönig ist - sie fällt nicht weiter auf, stört aber dadurch auch nicht. Bei den teilweise knackigen Rätsel durchaus passend. Die Zwischensequenzen sind synchronisiert, ebenfalls wie im ersten Teil, allerdings diesmal auf deutsch. Über die Stimmen kann man sich streiten, allerdings nicht über die Übersetzung: Die ist mehr als gelungen. Nicht nur die Videos sind vertont, sondern auch die wichtigsten der Dialoge. Ein echter Pluspunkt, der die Atmosphäre im Spiel hochhält.

Rätsel, Rätsel!

Um die 150 Rätsel warten in diesem Spiel auf den Spieler, die von der sehr einfachen Aufgabe bis zur Kopfnuss reichen. Für Anspruch für jedes Niveau ist gesorgt, denn jedes Rätsel muss nicht gelöst werden, um das Spiel zu beenden. Immer mal wieder während des Spielgeschehens schlägt ein Charakter im Spiel vor, ein Rätsel zu lösen. Im Gegensatz zum ersten Teil passen die Rätsel hier weitestgehend zu der Geschichte: Blockieren andere Waggons den Weg des Molentary Expresses, werden diese in Form eines Rätsels weggeschafft. Die Art der Rätsel variieren: Mal muss man eine Antwort eingeben, zum Beispiel bei einer Rechenaufgabe, mal müssen Kugeln oder andere Objekte mit Hilfe des Touchpens bewegt werden. In anderen Rätseln müssen Stellen auf dem Touchscreen markiert werden, wenn beispielsweise ein Widerspruch aufgedeckt werden soll. Variationsreichtum ist also definitiv gegeben. Das ein oder andere Rätsel dürfte Kenner übrigens bekannt vorkommen: Eine Variante der "Türme von Hanoi" ist ebenso vorhanden wie das "Springerproblem". Informatik- und Mathematikinteressierte kennen diese Art der Rätsel und haben vielleicht auch schon mal etwas von den dazugehörigen Lösungsalgorithmen gehört.
Alle Rätsel werden mit dem Touchpen gelöst, die Steuerung an sich ist kinderleicht. Sie wird allerdings auch erklärt, bevor man sie zum ersten Mal gebraucht.
Ist eine Lösung doch nicht auf den ersten Hieb zu finden, oder ist partout kein Weg zu finden, das Rätsel zu lösen, dann kann man bis zu drei Hinweise kaufen. Das Zahlungsmittel sind die sogenannten Hinweismünzen, die überall im Spiel verteilt sind. Bewegt man sich durch den Zug oder durch die Städte, an denen der Zug hält, kann man überall auf dem Screen herumklicken, um die Umgebung zu untersuchen. Manchmal findet man dabei eine solche Hinweismünze.
Hat man das Spiel beendet, werden zusätzliche Rätsel freigeschaltet, je nachdem, wie viele Pikarat man im Spiel erspielt hat. Die Pikarat geben an, wie schwer ein Rätsel ist. Nachdem man das Rätsel gelöst hat, erhält man die vorher angegebene Anzahl Pikarat. Aufsummiert geben sie den Erfolg des Spielers an. Gibt man bei einem Rätsel eine falsche Antwort an, reduziert sich die Anzahl der zu erhaltenen Pikarat. Vorsicht ist also geboten.
Allgemein braucht man über die sonstige Steuerung wenig zu wissen: Klickt man auf den Schuh rechts unten auf dem Touchscreen, werden einem Pfeile gezeigt, die mögliche Bewegungsrichtungen darstellen. Per Klick auf diese Pfeile geht es weiter, Türen kann man allein durch Berühren öffnen.

Der Koffer des Professors

Im Reisekoffer von Hershel Layton befinden sich mehrere Sachen: Während des Abenteuers erhält man einen dicken Hamster, der zu viel frißt und deshalb ein bisschen abspecken muss. Dazu baut man ihm einen Parcours, den er durchläuft und dadurch abnimmt. Ist er schlank genug, dann hilft er einem, Hinweismünzen zu finden. Die Spielzeuge für den Parcours erhält man wiederum, wenn man bestimmte Rätsel löst. Auch der Hamster ist gelungen synchronisiert: Er klopft Sprüche wie "Diss mitta Bewejung is' nix für mich ... " oder "Habta vielleicht wat, wat ick essen kann?" im Berliner Akzent. Schön, dass für die deutsche Version extra so ein Aufwand betrieben wurde.

Während der Erkundung der Umgebung erhält man auch immer wieder Teile einer kaputten Kamera, die man zusammen bauen muss. Hat man dies geschafft, kann man spezielle Orte fotografieren. Das Foto unterscheidet sich vom Originalschauplatz in drei Punkten. Findet man alle drei, gibt das Foto einen Hinweis auf ein verstecktes Rätsel.

Auch der Teekoffer ist im Reisekoffer zu finden: Hier stellt man verschiedene Tees her, die verschiedene Charaktere verlangen, ehe sie ein Rätsel preisgeben. Ein wenig wird man dadurch schon hingehalten, aber das Experimentieren mit den verschiedenen Zutaten, die man übrigens auch erst durch andere Personen im Spiel erhalten muss, macht auch kurzweilig Spaß. Hinweismünzen kann man dadurch auch noch bekommen.

Wie im letzten Teil gibt es auch noch die Notizen des Professors, die die Geschichte nacherzählen, ein geheimes Tagebuch, welches man auf seinen Reisen findet, ist dort auch noch zu finden. Wer dieses Tagebuch geschrieben hat, bleibt lange unklar und wird hier natürlich nicht verraten.

Alternativen

Eine echte Alternative bietet nur Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf. Mehr noch, ohne Kenntnisse aus dem ersten Teil macht Teil zwei nur halb so viel Spaß: Warum springt Luke Inspektor Chelmey an die Gurgel und reisst an dessen Nase herum? Das werden nur Leute verstehen, die den ersten Teil beendet haben, erklärt wird dieser Zwischenfall jedenfalls nicht ...
Die Kombination aus Rätsel und Adventure gibt es sonst so nicht, am ehesten kann man zu Puzzle Quest raten, hier werden Puzzle- und Rollenspielelemente vermischt.
Soll vor allem der Adventurehunger gestillt werden, kann man bedenkenlos zur Ace Attorney - Reihe oder zu Baphomets Fluch greifen.

Laytons Erfolgsgeschichte und kein Ende in Sicht ...

viele, neue Rätsel
tolle Zwischensequenzen
deutsche Synchronisation
gute Steuerung
Story schwächelt teilweise
etwas zu kurz

Dieses Spiel repräsentiert den neuen Kurs von Nintendo wie kaum ein zweites, denn sowohl die alteingesessenen Zocker als auch die kochenden Hausfrauen gönnen sich gerne eine Runde Layton: Ist man Gamer durch und durch, spielt man so lange, bis wirklich jedes Rätsel gelöst ist, andere lassen es ruhiger angehen. Auch die 3-Hinweis-Staffelung spiegelt dieses Konzept wider: Ist man ehrgeizig genug, spielt man ohne Hinweise; möchte man dann doch unbedingt weiter, benutzt man alle drei Hinweise, von welchen der letzte teilweise die Lösung schon auf dem Silbertablett serviert. Für wirklich jeden ist etwas geboten.

Dennoch ist das Spiel ein wenig kurz: Nach spätestens 15 +/- x Stunden ist das Abenteuer vorbei - wie gut, dass Professor Layton 3 in Europa erscheinen wird, flackert einem doch nach dem Ende ein "Fortsetzung folgt" vor den Augen. Und man kann davon ausgehen, dass Professor Layton Ende 2010 wieder auf den DS zurückkehren wird.

Und selbst danach geht es weiter: Factor 5 plant, auch die zweite Trilogie, ein Prequel zu Teil 1 - 3, nach Europa zu bringen.

Zum Spiel selber muss man sagen, dass es Spaß macht, allerdings weder Fisch, noch Fleisch ist: Ein Adventurefeeling kommt nicht auf, halbgare Grafik wechselt sich mit wunderschönen Trickfilmchen ab, beim Sound ist es ebenso. Die Steuerung klappt, allerdings bietet das Spiel in dieser Hinsicht zu wenig Handlungsspielraum, um wirklich zu glänzen.
In allen Punkten ist Layton gut, aber nicht mehr. Ideal für die kleine Knobelei zwischendurch ist er allemal, ihn als "großes" Spiel zu bezeichnen, das momentan die Referenz auf dem DS ist, wäre wohl zu viel des Guten.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
80%
Persönliche Bewertung des Benutzers
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