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Bericht zur Nintendo 3DS Experience Night von WiiG.de

Nintendo Land



Bei keinem Spiel für die Wii U gehen die Meinungen wohl so weit auseinander wie bei Nintendo Land. Während der E3-Pressekonferenz angekündigt, erntete das Spiel weitestgehend Spott und Hohn oder hinterließ enttäuschte Gesichter. Dieser Freizeitpark soll das Vorzeigespiel für Nintendos neues Flaggschiff sein? Wir haben nun selbst Hand angelegt und alle fünf verfügbaren (von zwölf angekündigten) Attraktionen, die an große Nintendo-Serien angelehnt sind, ausführlich ausprobiert.

Donkey Kong's Crash Course:

Optisch orientiert sich Donkey Kong’s Crash Course an das allererste Donkey Kong der Arcade-Version. Pauline wird vom großen Affen mit der Krawatte gefangen gehalten und es liegt an euch, sie zu befreien. Anders als im Original hüpft ihr jedoch nicht mit Jumpman über rollende Kisten und steigt mithilfe von Leitern das rote Gerüst empor. Hier übernehmt ihr nämlich die Kontrolle eines kleinen Vehikels und müsst einen äußerst kniffligen Geschicklichkeitsparcours unbeschadet meistern. Mit Neigen des GamePads gerät der Wagen ins Rollen, durch Kreisbewegungen des linken oder des rechten Sticks setzt ihr Plattformen in Bewegungen, die euch Pauline immer näher bringen werden. Der Wagen reagiert jedoch sehr sensibel und verlangt euer ganzes Geschick ab, um den langen und schwierigen Weg zu meistern. Da das Gefährt durch den hohen Schwierigkeitsgrad öfter zu Bruch geht, sind einige Checkpoints verteilt und seht ihr das Unheil schon kommen, könnt ihr euch auch gleich per Knopfdruck zurücksetzen lassen ohne ein Leben zu lassen. Donkey Kong’s Crash Course ist leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern. Von allen Attraktionen war dieser Ritt der kniffligste und verlangt einiges an Übung. Werden im fertigen Spiel genügend Level geboten, kann dies für Einzelspieler eine sehr nette Herausforderung werden. Ein Spiel für Highscore-Jäger!

Animal Crossing: Sweet Day:

Die an Animal Crossing angelehnte Attraktion ist ein sehr gutes Beispiel für asymmetrisches Gameplay und eine echte Multiplayer-Gaudi. Vier Spieler mit quer gehaltener Wiimote müssen in einem serientypischen Dorf möglichst schnell 50 Süßigkeiten sammeln. Diese liegen jedoch nicht einfach herum, sondern hängen an vielen verschiedenen Bäumen. Diese „Candys“ plumpsen jedoch erst herunter, wenn ein Spieler wenige Sekunden auf einem Feld vor dem jeweiligen Baum verweilt. Je nach Baum müssen auch mal zwei oder drei Spieler gleichzeitig auf den Feldern stehen. Der Spieler am GamePad will dies jedoch verhindern. Er steuert zwei Männchen gleichzeitig, den einen mit dem linken Stick, den anderen mit dem rechten Stick, woran man sich erstmal gewöhnen muss. Ausgestattet mit einer riesigen Gabel und einem ebenso großem Messer, macht sich der Spieler mit dem GamePad also auf die Jagd. Damit es spannend bleibt, bekommen die Süßigkeitendiebe zehn Sekunden Vorsprung. Ein weiterer Kniff besteht darin, dass je mehr Süßigkeiten ein Dieb trägt, desto langsamer wird er. Es gibt jedoch die Möglichkeit aufgesammelte Süßigkeiten wieder fallen zu lassen, um dem Jäger zu entkommen. Hat der GamePad-Spieler dreimal einen Dieb erwischt, gewinnt der Jäger. Schaffen es die Diebe 50 Candys zu sammeln, gehört ihnen der Sieg. Ein Spielprinzip, dass eine Menge Spaß birgt, da man sich mit seinen Mitspielern absprechen muss, zu Beginn einen falschen Weg antäuschen kann und sich eine passende Strategie überlegen sollte, um erfolgreich zu sein. Animal Crossing: Sweet Day kam nicht nur bei uns gut an und ließ die Vorfreude definitiv steigen!

Luigi's Ghost Mansion:

Luigi’s Ghost Mansion schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Animal Crossing: Sweet Day. Asymmetrisches Gameplay und eine spaßige Mehrspielerjagd stehen auch hier im Vordergrund. In einem an Luigi’s Mansion angelehnten Gemäuer sind vier Geisterjäger mit einer Taschenlampe unterwegs, die von den Spielern mit der Wiimote kontrolliert werden. Ziel ist es den Geist zu finden, der vom Spieler am GamePad kontrolliert wird. Natürlich können die Geisterjäger das Spukgespenst nicht sehen, anders als der Geist, der auf dem GamePad den vollen Überblick hat. Aber auch die Geisterjäger haben auf dem TV-Screen eine Gesamtansicht der Villa mit dem Unterschied, dass der Geist unsichtbar ist. Je näher sich der Geist einem anderen Spieler nähert, desto intensiver vibriert dessen Wiimote. Vibriert es stark, heißt es handeln für alle Seiten. Der gejagte Geisterjäger sollte die Mitspieler zu sich rufen, der Geist hingegen sollte schnellstmöglich den Spieler schnappen. Wurde der Geisterjäger erstmal vom Geist berührt, ist dieser außer Gefecht gesetzt. Wurde der Geist aber von einer Taschenlampe beleuchtet, wird ihm von 100 Lebenspunkten ein ganzer Batzen abgezogen. Als weitere Feinheit im Gameplay kommt hinzu, dass die Geisterjäger auf die Batterie der Taschenlampe achten müssen, besiegte Spieler wieder zum Leben erweckt werden können und durch gelegentliches Gewitter und den dazugehörigen Blitzen einige Bereiche der Villa ausgeleuchtet werden und somit der Aufenthaltsort des Geistes verraten wird. Sinken die Lebenspunkte des Geistes auf Null gewinnen die Ghost Busters, sind alle Taschenlampenhalter bewusstlos, triumphiert der Geist. Luigi’s Ghost Mansion ist genau wie Animal Crossing: Sweet Day eine Riesen-Gaudi, wenn man genügend Spieler parat hat.

Takamaru's Ninja Castle:

Takamaru wird den wenigsten Spielern etwas sagen, da es bisher nur einen japan-exklusiven Ableger für das Famicom Disk System gab. Umso schöner zu sehen, dass Nintendo seine alten Helden nicht vergisst. Takamaru’s Ninja Castle ist eine weitere Einzelspielererfahrung, die Highscore-Jägern einige Stunden an der Stange halten könnte. Ähnlich einer Schießbude im mittelalterlichen japanischen Setting, tauchen Holzninjas auf, die ihr mit Wurfsternen abfeuern müsst. Dazu wird das GamePad vertikal in der linken Hand gehalten (für Linkshänder in der rechten Hand) und mit dem rechten Zeigefinger wischt ihr die Wurfsterne Richtung Fernseher. Ein kleines Steuerkreuz auf dem TV-Bildschirm hilft bei der Orientierung. Je schneller ihr auf dem Gamepad wischt, desto schneller pfeffert ihr den Wurfstern den Ninjas entgegen. Selbstverständlich gibt es verschieden starke Ninjas, die euch auch mit Wurfsternen oder kleinen Wurfbomben befeuern und Kombos bringen euch eine hohe Punktzahl. Optisch war der Titel nett anzusehen, da der Holz-Look sehr gut umgesetzt wurde. Spielerisch könnte der Titel noch nachlegen. Das ständige Wischen wird schnell anstrengend und der Finger wird schnell heiß. Von allen gezeigten Attraktionen machte Takamaru’s Ninja Castle spielerisch den schwächsten Eindruck.

The Legend of Zelda: Battle Quest:

Anders als in den anderen Mehrspieler-Attraktionen können bei The Legend of Zelda: Battle Quest nur drei anstatt fünf Spieler spielen. Auch die Asymmetrik des Gameplays steht hier nicht so im Vordergrund, da alle Spieler kooperativ handeln. Die aus drei Leuten bestehende Truppe bewegt sich On-Rails, das heißt auf festgelegten Wegen durch eine Zelda-typische Umgebung. Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da alles sehr „stofflich“ wirkt, ähnlich dem Stil von Little Big Planet. Zwei Spieler führen ein Schwert mit Hilfe der Wiimote Plus, was natürlich sofort an Skyward Sword erinnert. Selbst der Himmelsstrahl wurde übernommen, indem das Schwert nach oben gestreckt wird und sich nach Aufladen eine stärkere Attacke ausführen lässt. Der GamePad-Spieler wehrt sich mit Pfeil und Bogen gegen die finsteren Schergen des Zelda-Universums. Dabei wird das GamePad wie bei einem Lenkrad vom Körper weggehalten, und per rechten Stick ein Pfeil verschossen. Um zu zielen müsst ihr den Blick immer auf dem Screen des GamePads halten und es in die jeweilige Richtung bewegen. Gehen die Pfeile aus, müsst ihr den Controller kurz nach unten halten. In der Demo musste man also Gegner besiegen, entfernte Gegner mit präzisen Pfeilschüssen auseinandernehmen und in Zusammenarbeit Schalter umlegen, bis am Ende das Triforce gefunden wurde. Die Attraktion ist eine schöne Ergänzung, da die Spieler hier auch mal zusammenarbeiten müssen und sie spielerisch etwas anspruchsvoller ist, obwohl die Miis sich von selber fortbewegen. Die Demo war spaßig, aber auch hier wären mehr Level mit noch mehr Anspruch wünschenswert.

sebbbbes Fazit:

Nach dem E3-Auftritt konnte mir Nintendo Land auch nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Da ich nun selbst Hand anlegen konnte, muss ich für Nintendo Land jetzt aber eine Lanze brechen. Für das, was es ist, ist Nintendo Land ein tolles und überraschend spaßiges Spiel! Kein Titel habe ich auf dem Event länger gespielt (was natürlich auch an fünf Attraktionen liegt) und bei keinem Spiel habe ich mehr Jubelrufe und spaßiges Gelächter gehört, als bei Nintendo Land. Wenn man es als das Wii Sports-Pendant für die Wii U ansieht, sollten sich eigentlich alle Spieler jedenfalls mehr darauf freuen, als es bisher den Anschein hat. Wir Vielspieler haben mehr Anspruch, mehr Auswahl und mehr Tiefe, als es ein Wii Sports und ein Wii Play je bieten könnte. Dazu wird das GamePad in verschiedenen Weisen demonstriert und eignet sich auch für Zockabende mit weniger videospielaffinen Menschen. Und obwohl erst fünf Demos (und eine halbe, wenn man F-Zero mitrechnet) bekannt sind, wird in verschieden Genres etwas für Einzelspielerfans und Mehrspielerfreunde geboten. Trotzdem hoffe ich, dass es pro Attraktion mehrere Level zur Auswahl geben wird, da zum Beispiel ein Donkey Kong’s Crash Course zu wenig bieten würde. Bis jetzt wäre Nintendo Land jedenfalls noch keinen Vollpreis wert, weswegen ich sehr hoffe, dass es der Wii U beiliegen wird. Denn wenn die restlichen Spiele von ähnlicher Qualität sind, werde ich jedenfalls um einen Kauf nicht drumrum kommen.

Yvis Fazit:

Wenn man es mit Wii Sports vergleicht, dann ist Nintendo Land definitiv das spaßigere Spiel, um die Funktionen der Konsole zu demonstrieren. Mir persönlich gefällt vor allem auch der Bezug zu den besten Nintendo-Serien. Es ist einfach lustig mit seinen Freunden als eine Truppe „Links“ auf den Waldtempel zuzustürmen und dabei Gegner mit dem Schwert oder eben dem Pfeil und Bogen aus dem Weg zu räumen. Klar, an ein echtes The Legend of Zelda kommt es nicht ran, doch wie oft findet man auch Mario, Link, die Animal Crossing-Crew und viele weitere Nintendo-Klassiker in ein und demselben Spiel, ohne dass diese sich gleich bekämpfen? Der Animal Crossing-Ableger erlaubt es sogar zu fünft gleichzeitig an einer Konsole zu spielen! Ein durchaus lustiger Partytitel, den man nicht von vornherein verurteilen sollte. Wenn Nintendo hier noch mehr schöne Minispiele serviert, hat das Spiel definitiv Potenzial! Trotz allem hoffe ich doch sehr darauf, dass es der Wii U beiliegt.

Ersteindruck: Gut
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