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The Last Story

Dieses Spiel besitzen insgesamt 105 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 87% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: The Last Story
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: Nintendo
Entwicklungsstudio: 
AQ Interactive
Mistwalker
Kategorie: Rollenspiel
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-6 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Ja
Alterseinstufung: 
Features: Wi-Fi-KompatibilitätUnterstützt Classic Controller
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: Nicht vorhanden
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2012

Die letzte Geschichte?

Autor: Arne Ritter (Terrahoming) für WiiG30. Mai 2012

Wenn sich der Schöpfer einer der größten Rollenspielreihen Japans mit dem wohl bekanntesten Komponisten für Videospiele zusammen tut, erwarten nicht nur die größten Fans des JRPG-Genres ein Meisterwerk. Ob Hironobu Sakaguchi mit seiner Geschichte um den Söldner Zael und Nobuo Uematsu mit der dazugehörigen Musik an eines der älteren Final Fantasys heran kommen, zeigt sich in unserem Test zu „The Last Story“.

The Last Story!

Seit das Waisenkind Zael in seiner Kindheit vom jungen Söldner Dagran aufgenommen wurde, schlägt er sich gemeinsam mit diesem durch das Leben eines Söldners. Da solche in der Welt von „The Last Story“ keinen besonders hohen Stellenwert genießen, ist es der Traum der gesamten Gruppe, irgendwann in den Rang eines Ritters berufen zu werden und somit ein ehrenhaftes Leben am Hofe eines der vielen Länder zu verbringen.
Als ersten Schritt in diese Richtung nehmen Dagran, Zael und ihre Gruppe einen Auftrag im Schloss des Grafen der Insel Lazulis an. Noch auf dem Weg dorthin erhält Zael eine merkwürdige Macht, die ihm im Kampf völlig neue Möglichkeiten gibt und ihn selbst seine gefallenen Kameraden retten lässt. Mit dieser Kraft, einem Angriff auf die Insel und einem seltsamen Mädchen namens Lisa nimmt die Geschichte von „The Last Story“ ihren Lauf. Erzählt wird die Geschichte dabei in vielen Ingame-Cutscenes und unzähligen Dialogen. Diese sind allesamt gut vertont und schön geschrieben. Obwohl die Story, wie in JRPGs üblich, ziemlich kitschig ist und eine ganze Menge der typischen Rollenspiel-Klischees verarbeitet werden, gehört sie doch zu den stärkeren Parts des Spiels und dürfte Fans zu gefallen wissen. Leider sind viele Storywendungen ziemlich früh vorhersehbar und das Erzähltempo an einigen Stellen etwas zu schnell, was der Atmosphäre ein wenig Schadet.

Die Probleme des Söldnerhandwerks...

Die Kämpfe, wie auch der Rest des Spiels, werden aus der Schulterperspektive unseres Helden Zael ausgetragen und sind angenehm abwechslungsreich. Trifft man auf einen oder mehrere Gegner, beginnt der Kampf in Echtzeit, ohne jegliche Ladezeiten. Linien zwischen der eigenen Party und den Gegnern zeigen dabei direkt an, welcher Gegner, welches Teammitglied angreift. Bereits hier wirkt sich Zaels Kraft auf die Kämpfe aus. Aktiviert man selbige, zieht Zael augenblicklich den Fokus aller Gegner auf sich und wird zu deren alleinigem Ziel. Dies gibt den Magiern in der Gruppe Zeit, ungestört zu zaubern und lässt die eigenen Nahkämpfer ordentlich austeilen. Im Gegenzug wird es für Zael und somit den Spieler ungleich schwerer, unbeschadet durch den Kampf zu kommen. Somit muss man also stets entscheiden, ob ein unbehelligtes Angreifen mit Schwert oder Armbrust gefragt ist, oder ob es nicht doch cleverer ist, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dem Team die Freiheit zum Angriff zu lassen.

Ebenfalls beachten sollte man die Magiekreise, welche von allen Zaubern des eigenen Teams und denen der Gegner hinterlassen werden. Je nach gewirktem Zauber haben diese auf dem Feld verbleibenden Markierungen nämlich andere Effekte, die nur durch Zaels Fähigkeiten aktiviert werden können. Durch das Auflösen eines Heilkreises wird so das gesamte Team mit einem Schild geschützt, während das Auflösen eines Eiskreises alle Gegner in der Nähe zu Boden wirft.
Neben all diesen Fähigkeiten komplettieren das Blocken, das Schießen mit einer Armbrust und die Möglichkeit hinter Objekten in Deckung zu gehen Zaels Möglichkeiten.

Was in der Theorie auf ein, recht innovatives und in jedem Fall spannendes Kampfsystem schließen lässt, scheitert in der Praxis leider am niedrigen Schwierigkeitsgrad der Kämpfe. Wirklich großer Taktiken bedarf es äußerst selten, da simples Buttonsmashing sowie ein gelegentliches Auslösen der Magiekreise meist ausreicht, um einen Sieg einzufahren. Lediglich von den defensiven Fähigkeiten Zaels sollte hin und wieder Gebrauch gemacht werden. Ausweichen, in Deckung gehen und vor allem Blocken sind wichtige Fähigkeiten, die es Zael noch einfacher machen, seine Kämpfe zu gewinnen. Das Blocken reduziert zum Beispiel den erhaltenen Schaden, ermöglich gleichzeitig aber auch einen mächtigen Flächenangriff.

Zudem fällt das Aufleveln der Truppe viel zu einfach aus, was die Kämpfe allgemein noch einfacher macht. Neben den normalen Kämpfen hat man nämlich bei jedem Besuch der Stadt die Möglichkeit, die Arena zu besuchen und dort einige Kämpfe zu bestreiten. Diese laufen immer nach dem gleichen Schema ab und sind nach wenigen Versuchen reinste Routine. Nach jedem Kampf winken neben der Erfahrung zudem noch einige Gegenstände und Gold. Somit fällt es wirklich leicht, die im jeweiligen Moment bestmögliche Ausrüstung zu besitzen.
Neben den Arenakämpfen, gibt es zudem noch die Möglichkeit, in den Dungeons verteilte Siegel zu aktivieren, was immer wieder eine Gruppe Gegner spawnen lässt. Auch hier fällt es viel zu leicht, Erfahrung und Gold zusammen zu bekommen.
Trotz dieser Schwächen macht das Kampfsystem eine Menge Spaß und man mäht sich gerne durch die Gegnerhorden.

Abseits der Kämpfe...

...bewegt man Zael durch die Dungeons und hält die Augen nach Kisten, deren Inhalt stets zufällig ist, auf. Da die Gebiete bis auf wenige Ausnahmen sehr linear sind, fällt ein ausführliches Erkunden häufig flach. Meist rennt man lediglich von einem Punkt zum nächsten und kann dazwischen noch ein oder zwei Abzweigungen erkunden. Dieser um wenig Freiheit bemühte Aufbau ist für JRPGs zwar nicht ungewöhnlich, fällt aber im Vergleich zu einem direkten Konkurrenten wie Xenoblade extrem auf.

Auch die kaum vorhandene Charakterentwicklung könnte dem ein oder anderen Rollenspieler aufstoßen. Da Zaels Fähigkeiten automatisch freigeschaltet werden, bleibt nur das Ausrüsten am Spieler hängen. Dieses beschränkt sich dabei auf die Waffe/n der Charaktere und ihre Rüstung. Beide Gegenstände haben dabei genau ein Attribut und eventuell noch ein paar zusätzliche Eigenschaften. Jede Waffe und Rüstung lässt sich gegen Geld und Items zudem weiter aufrüsten, was ihre Eigenschaften mit jeder Stufe verstärkt. Mehr kann man an seinen Charakteren allerdings nicht ändern. Lediglich die Rüstungen lassen sich optisch ein wenig anpassen und einfärben. Das hat allerdings keinerlei Effekt auf die Werte der Rüstung und ist reine Kosmetik.

Sieht man von der Arena ab, gibt es zudem keinerlei Beschäftigungen abseits der Haupthandlung. In der Stadt können ein paar kleinere „Hol & Bring“-Missionen erledigt werden, die aber kaum der Rede wert sind. Die wenigen großen Umgebungen wie das Schloss oder die Stadt wirken dadurch etwas leblos. Man kann zwar mit NPCs reden und es laufen auch genug durch die Gebiete, wirkliche Interaktion kommt aber nicht wirklich vor.

Polierte Rüstungen und ein Soundtrack vom Meister?

In Sachen Optik spielt The Last Story sicherlich weit oben mit. Die Umgebungen sehen sehr gut aus und haben ein wirklich stimmiges Design. Egal ob Höhle, Wald, Stadt oder Schloss. Alles wirkt passend und atmosphärisch. Die Charaktere sind gut animiert und weisen in den Dialogen eine gute Mimik auf. Die verschiedenen Rüstungen mit ihren Variationen und Farbmöglichkeiten werden auch in den Cutscenes verwendet und sehen allesamt gut aus. Selbst im Detail sind Figuren und Umgebungen schön gezeichnet und passen gut in ihre Umgebung.
Auch das Gegnerdesign ist ansehnlich und bietet ein gutes Maß an Abwechslung.
Leider gerät das Spiel gerne mal arg ins Ruckeln, wenn auf dem Bildschirm etwas größere Kämpfe entbrennen. Die Framerate geht des öfteren merklich in die Knie, was besonders bei wirklich großen Kämpfen ziemlich nervig werden kann. Auch in den wenigen wirklich großen Arealen kommt es hin und wieder zu kleineren Rucklern. Hier hält es sich aber noch in Grenzen.

Auch soundtechnisch gehört The Last Story zu den besseren Vertretern seiner Art. Der Soundtrack selbst ist wie nicht anders zu erwarten äußerst gelungen und in den meisten Momenten des Spiels sehr stimmig. Besonders in den ruhigeren Momenten der Story spielt der OST seine Stärken aus und zeigt, welcher Name hinter der Musik steckt. Vor allem die etwas hektischeren Kampfthemen sind nicht Jedermanns Sache und sind sicherlich um einiges „schlechter“ als das, was Nobuo Uematsu bisher hervorgebracht hat. Trotzdem wirkt die Musik auch in den Kämpfen stimmig und ist vermutlich starke Geschmackssache. Die restlichen Soundeffekte sind auf durchgehend hohem Niveau und passen in allen Situationen. Egal ob leises Gemurmel in den Gängen des Schlosses oder tosende Wellen an der Küste, die Effekte der Umgebung und auch der Kämpfe sind immer passend. Auch die Stimmen der Charaktere passen gut und vertonen die Gespräche im Spiel wunderbar. Die ein oder andere Stimme passt vielleicht nicht ganz so gut zum jeweiligen Charakter, das fällt allerdings nicht wirklich ins Gewischt.

Solohelden beim Mit- und Gegeneinander

Der Online-Mehrspieler-Part von The Last Story kommt bei weitem nicht an den Singleplayerpart heran und wirkt irgendwie aufgesetzt. Die Auswahl der Spielm odi ist dabei auf zwei beschränkt. Einmal gibt es eine Art „Bossrush“, bei dem mit bis zu 6 Spielern verschiedene Kämpfe des Einzelspieler-Modus bestritten werden können. Der Zweite Modus hingegen ist ein Deathmatch, in welchem sich die 6 Spieler bis zum Ableben bekämpfen. Beide Modi wirken ziemlich aufgesetzt und sollten nicht länger als ein paar Runden begeistern.

Fazit

Tolle Grafik
Fast durchgängig guter Soundtrack
Gute Vertonung
Taktisches Kampfsystem...
...mit zu niedriger Schwierigkeit
Teils starkes Ruckeln in Kämpfen
Sehr linear
Story sehr klischeehaft

Wiegt man alle Stärken und Schwächen gegeneinander ab, kommt man wohl zu dem Schluss, das The Last Story ein gutes Spiel ist, welches vor allem für Fans der japanischen Rollenspiele interessant ist. Die (etwas vorhersehbare) Story bietet Kitsch und Klischees in Massen, ist aber sonst toll erzählt und durchaus spannend. Das Kampfsystem könnte wirklich spaßig sein, verliert aber einen Teil seines Reizes am niedrigen Schwierigkeitsgrad und den fehlenden Möglichkeiten der Charakterentwicklung. Die Umgebungen sind sehr linear und lassen abseits der Handlung quasi keinen Raum zum erkunden. In Sachen Sound und Grafik macht das Spiel hingegen einiges her und gehört eindeutig zu den besseren Titeln auf der Wii. Nur die Ruckler in den größeren Kämpfen sind hier wirklich störend. Der Multiplayer allerdings wirkt ziemlich überflüssig und macht einen sehr gezwungenen Eindruck.
Alles in allem wird der Titel den großen Namen, die hinter ihm stehen, nicht wirklich gerecht, ohne dabei wirklich schlecht zu sein.

Wir bedanken uns bei Nintendo für die Bereitstellung eines Testexemplars und die Geduld!

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
76%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
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