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Call of Duty: Modern Warfare 3

Dieses Spiel besitzen insgesamt 19 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 89% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Call of Duty: Modern Warfare 3
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: Activision Blizzard
Entwicklungsstudio: Nicht vorhanden
Kategorie: First-Person-Action
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-4 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Ja
Alterseinstufung: 
Features: Wi-Fi-KompatibilitätUnterstützt Classic Controller
Herstellerbeschreibung: Nicht vorhanden
Verkaufspreis: 
Amazon.de57,49 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 14. November 2011

Call of Duty: Modern Warfare 3

Autor: Christian (prime) für WiiG8. Dezember 2011

Von draus‘ vom Schlachtfeld komm‘ ich her;
ich muss euch sagen, es krachet dort sehr!
All überall auf den Häuserspitzen,
sah ich silbrige Mündungen blitzen;
und droben aus dem Fenstertor,
sah mit großem Auge der Scharfschütz‘ hervor.
Und wie ich so strolch‘, durch all das Leid,
da rief der Major von weit:
„Sergeant Frost!“ rief er, „Alter Gesell!
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Russen fangen zu schießen an,
uns‘re Blockade hat sich aufgetan.
Alt‘ und Junge sollen nun,
bis ans Ende aller Tage ruh‘n!“

Wo waren wir stehen geblieben...

Modern Warfare 3 setzt mit seinen Ereignissen dort an, wo Modern Warfare 2 aufgehört hat... Moment, Modern Warfare 2? Wii-Spieler schauen hier leider in die Röhre, denn mangels Wii-Version des zweiten modernen Infinity Ward-Titels fehlt euch hier ein gutes Stück der Story, die sich wie ein roter Faden durch alle bisher erschienenen Modern Warfare-Spiele zieht. Etwas ärgerlich ist das schon, aber kein Beinbruch, denn wirklich viel hat sich an der Ausgangssituation nicht geändert: Durch bestimmte Ereignisse inklusive einem Verrat in Modern Warfare 2 spitzt sich der in Modern Warfare ausgelöste, fiktive dritte Weltkrieg zwischen den Weltnationen Amerika und Russland weiter zu. Die USA, England, Frankreich und Deutschland sind einige der meistumkämpften Länder, demzufolge werden wir dort direkt an die Front geschickt. Auf der Suche nach dem russischen Terroristen Markarov (Stichwort: umstrittene Flughafen-Mission in Modern Warfare 2) ziehen alte Bekannte aus Teil 1 nun herum, und ihr begleitet sie stellenweise dabei.
Die Story von Modern Warfare 3 ist im Vergleich zum interessant erzählten Black Ops eher mau und kommt qualitativ meist nicht über typische Shootergeschichten und stupide Vorurteile hinaus. Allerdings kann man das schon fast mit einem Mario-Ableger vergleichen, denn beide Spiele haben wahrlich andere Schwerpunkte gesetzt – welche das sind, erfahrt ihr jetzt.

Der Alltag eines Modern Warfare-Soldaten

Der oben erwähnte Alltag unterscheidet sich nicht sonderlich von jenen, die wir bereits in früheren Spielen kennen gelernt haben. Innerhalb der unterschiedlichen Missionen gilt es zunächst mal wieder, ein bestimmtes Ziel zu erfüllen. Dazu ballern wir uns typischerweise wieder durch Häuserschluchten, zerstörte Städte, Gebäude und Komplexe aller Art und betreten mal wieder die Unterseen. Hier fallen einem sofort die für die Serie typischen Charakteristiken auf: Schlauchlevel mit unsichtbaren Wänden, wenig spielerische Freiheit und eine mäßige KI mit Schießbuden-Allüren. Dies erlaubt Infinity Ward & Sledghammer jedoch wieder, eine Achterbahnfahrt aus Action zu erschaffen. Tonnenweise geskriptete Sequenzen, On Rail-Passagen in Fahrzeugen und alle 10 Sekunden eine Explosion, die die vorigen im besten Fall noch übertrifft, stehen hier an der Tagesordnung. Dabei kann man jederzeit die Handschrift von IW sehen, denn im Gegensatz zu Black Ops wird hier wieder deutlich dichtere Action zelebriert, die jedoch fernab von jeglicher Realität liegt. „Popcorn-Kino made in Hollywood“, würde es in der Filmbranche heißen, bei Computerspielen nennt man es schlicht „Modern Warfare“. Das Waffenarsenal steht dem in nichts nach und wurde durch ein paar interessante Neuzugänge wie dem Hybridvisier sinnvoll ergänzt.

Die Kampagne ist typischerweise nach gut fünf bis spätestens acht Stunden beendet, danach wartet für Solisten der mittlerweile schon legendäre Veteran-Durchgang, der sich dank unheimlich präzise schießender Gegner mal wieder als angenehm kniffelig herausstellt. Loben muss man auch einmal die Kulissen und abwechslungsreichen Settings, die wir im Laufe des Spiels zu sehen bekommen: Egal ob Eiffelturm in Paris oder die amerikanische Wall Street, Modern Warfare 3 ist eine virtuelle Sightseeing Tour... vielleicht mit etwas mehr Zerstörungspotenzial als eine echte Städtetour.

Und nun zum Wesentlichen

Bevor wir uns in die kompetitive Onlineschlacht stürzen, verbirgt sich noch ein dritter Spielmodus auf der Disc: Spezialeinheit. Hierbei spielt ihr an den Schauplätzen der Kampagne kleine, in sich abgeschlossene Missionen nach oder kämpft Gegnerwelle für Gegnerwelle ums Überleben. Dabei könnt ihr je nach Schwierigkeitsgrad einen bis drei Sterne verdienen, die am Ende aufsummiert werden. Toll ist hier außerdem, dass wir wie im Onlinemodus (dazu gleich mehr) ein eigenes Levelsystem mit unterschiedlichen Rängen und Auszeichnungen haben. Das ganze kann wahlweise alleine oder zu zweit gespielt werden, insgesamt ein wirklich toller Modus, der neben der Kampagne lange bei Laune hält.

Nun aber wie versprochen auf in den Prestige-Kampf. Hier gibt es nichtmal allzu viel Neues, aber warum sollte man auch das Konzept von derart guter und mittlerweile oft kopierter Online-Unterhaltung ändern? Ähnlich wie bei Rollenspielen kriegen wir im Onlinemodus Erfahrungspunkte für alle möglichen Aktionen wie Kills, Killstreaks (die punktuell überarbeitet wurden), den Einsatz von Gagdets, für die Unterstützung eines Kameraden usw. Diese Erfahrungspunkte summieren sich auf und bewirken nach einer Zeit einen Levelaufstieg. Das hat neben dem Protzen mit seinen Fähigkeiten einen weiteren Sinn, denn mit jedem Level Up erhalten wir Zugang zu neuen Gegenständen wie Waffen, Ausrüstung und Fähigkeiten. Diese Dinge können wir uns nach wie vor für unsere Erfahrungspunkte kaufen und dann nach Belieben benutzen. Selbsterstellte Klassen sind der Schlüssel zum Sieg, denn mit den anfänglichen Standardklassen kommt man nicht allzu weit. Daneben hat jede Fähigkeit und jede Waffe außerdem noch einen separaten Levelweg, den ihr ebenfalls durch Aktionen beschreiten könnt. All das ist unheimlich motivierend und fesselt für lange Zeit an die Konsole, denn je mehr man spielt, desto bessere Sachen gibt es und folglich lassen sich Erfahrungspunkte natürlich einfacher erzielen. Für die Hartgesottenen gibt es dann wieder die Prestige-Herausforderungen, indem ihr wieder bei Lv. 1 anfangt, diesmal jedoch mit einem Prestige-Titel und einzigartigen Auszeichnungen. Wer hat, der kann eben...
An all dem lässt sich wenn überhaupt das Balancing kritisieren, denn Einsteiger und Neulinge habe es mit ihren Waffen ohne Visier und schlechter Ausrüstung am schwersten. Wer sich hier jedoch durchbeißt, kriegt mit Call of Duty einen der besten und umfangreichsten Onlinemodi aller Zeiten zu sehen. Gelegentliche Lags und verringerte Spielerzahl im Vergleich zur HD-Variante aufgrund der Hardwarelimitierung müssen auf der Wii allerdings leider in Kauf genommen werden.

Ein technisches Feuerwerk?

In Sachen Bedienung ließ sich Call of Duty auf der Wii nie lumpen, so auch Modern Warfare 3 nicht. Neben einer Wiimote-Nunchuk-Kombi dürfen wir mit dem Classic Controller und mit dem Wii-Zapper ran, doch wir wollen die Wiimote-Version einmal genauer betrachten. Um es kurz zu machen: Es gibt in MW3 bald mehr Steuerungsoptionen, als geskriptete Sequenzen (und das will etwas heißen), Beispiele gefällig? Sechs Tastenlayouts, Empfindlichkeit in 15 Punkten einstellbar, generelle Bedienung in 13 Punkten einstellbar, optionale Zielhilfen und sogar ein Modus für Farbenblinde – vorbildlich! Wem etwas an der schon guten Standard-Bedienung nicht gefällt, der begibt sich ins Optionsmenü und werkelt herum, wie es ihm beliebt und wie man es sonst fast ausschließlich von PC-Spielen kennt – sollte allerdings auch einige Zeit mitbringen, denn bis man sich durch alle Einstellungen gewühlt hat, dauert es eine ganze Weile. Ohne es an einem bestimmten Punkt festzumachen, fühlt sich die Standard-Steuerung in MW3 etwas komfortabler und präziser an, als es noch bei Black Ops der Fall war – das Gesamtpaket wirkt in sich runder. Einen Schönheitsfehler hat die Steuerung dann leider doch noch: Präzises Zielen in den On Rail-Sequenzen ist kein Vergnügen. Hier driftet die Bedienung schnell in eine schwammige und unkoordinierte Wedelei ab, da muss im nächsten Jahr nachgebessert werden. Auch lässt die Wiimote-Variante in schnellen, hektischen Situationen etwas Spritzigkeit vermissen und reagiert dezent träge.

Visuell ist Modern Warfare 3 beim ersten Blick beeindruckend: Detaillierte Waffenmodelle, schicke Objekttexturen und schöne Charaktermodelle prägen hier den ersten Eindruck. Doch dies erkauft man sich mit extrem matschigen Hintergründen, teilweise an Hässlichkeit grenzende Häuserfassaden, Ladezeiten während den Missionen (die sind neu) und schwachen Effekten. Außerdem lädt manch eine Textur zu spät oder verkommt im Detail zu einer einzigen schwarzen Masse. Auch der Treppcheneffekt zeigt sein hässliches Gesicht hin und wieder.
Somit gilt für MW3 das, was schon für die früheren Wii-Ableger von Call of Duty galt: Einiges ist schön, einiges ist aufgrund der arg limitierten Hardware hässlich und die visuelle Präsentation hindert die bombastische Action daran, ihr volles Potenzial zu entfalten, anstatt mit ihr zu interferieren.

Akustisch ist Modern Warfare das geworden, was es sein soll: Die Waffen klingen gut, die Explosionen brachial (wären sie das doch auch nur optisch...) und die deutsche Sprachausgabe macht ihren Job ordentlich. Sicherlich ist die englische mal wieder einen Tick besser (und leider nicht anwählbar), mit der deutschen lässt sich dennoch gut leben.

Moderne Kriegsführung in altem Gewand

Brachiale Action
Abwechslungsreiche Locations
6h Dauerfeuerwerk
Spannender Spec Ops-Modus
Sehr umfangreicher Onlinemodus
Sehr gute, anpassbare Steuerung
Gute akustische Umsetzung
Detaillierte Waffenmodelle
Ziemlich langweilige Story
Streng linearer Spielverlauf
Recht kurze Kampagne
Grafik leidet unter Hardware

Modern Warfare 3 ist genau das Spiel geworden, was ich erwartet habe: Die Action zieht nach wie vor alle inszenatorischen Register und verkommt mit den toll in Szene gesetzten Gefechten zu einer sechsstündigen Actionhatz ohne Atempause. Die Schauplätze der Gefechte sind abwechslungsreich und das Mittendrin-Gefühl stimmt. Dazu gesellen sich ein erneut hervorragender Onlinemodus mit Motivationsgarant und etlichen freispielbaren Sachen und ein spaßiger Spezialeinheit-Modus, der erfahrene Veteranen fordern wird. All das lässt sich dank der voll einstellbaren Steuerung klasse bedienen und wird akustisch gut untermalt, die schwankende grafische Qualität behindert jedoch den Rest mal mehr, mal weniger.
Im Prinzip ein richtig guter Actiontitel, doch da wäre noch eine Sache, die kurz angerissen werden muss: Trotz all der Action machen sich so langsam aber sicher Ermüdungserscheinungen breit, denn Modern Warfare 3 ist nun der fünfte CoD-Titel der letzten fünf Jahre. Trotz der ganzen Inszenierung, man kennt mittlerweile das Prozedere, man weiß, welches Haus gleich in Zeitlupe einstürzt und man weiß, dass irgendwo im Spiel eine Szene auftaucht, die ganz besonders schlimm sein soll. Ist das Spiel deshalb nun schlechter? Das sicherlich nicht, aber man erkennt mittlerweile grobe Risse im Call of Duty-Fundament, und wenn diese in den nächsten Jahren nicht mit neuen Substanzen gefüllt werden, kracht es früher oder später in sich zusammen.
Für den Kaufinteressenten heißt das letztendlich nur: Wer sich Call of Duty-Fan schimpft und mit Änderungen auf kleinster Ebene zufrieden ist, der kriegt hier ein CoD, dass seinem Namen mehr als gerecht wird – im großen Guten, wie im kleinen Schlechten.

Unser Dank geht an Activision für die Bereitstellung eines Testspiels.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
81%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
 Multiplayer
Wie jedes Jahr überzeugt auch Modern Warfare 3 wieder mit einem der umfangreichsten und motivierensten Onlinemodi überhaupt.
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