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Need for Speed: The Run

Dieses Spiel besitzen insgesamt 15 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 41% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Need for Speed: The Run
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: Electronic Arts
Entwicklungsstudio: 
Firebrand Games
Kategorie: Rennspiel
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1 Spieler
Mehrspielermodus: Nicht vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Nicht vorhanden
Herstellerbeschreibung: Nicht vorhanden
Verkaufspreis: 
Amazon.de17,99 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 17. November 2011

Need for Speed: The Run

Autor: Christian (prime) für WiiG29. November 2011

Neben Call of Duty und Assassin’s Creed steht auch Need for Speed immer schnipsend in der ersten Reihe, wenn es um Serienableger im Jahresrhythmus geht. Dieses Jahr trägt das Spiel den Untertitel „The Run“ – was nun dahinter steckt und ob sich der Kauf lohnt, sollen die folgenden Zeilen nach Möglichkeit klären.

Der Run kann beginnen

In Need for Speed: The Run geht es nicht bloß um irgendwelche Rennen, sondern um DAS Rennen schlechthin – ein Küstensprint quer durch die Vereinigten Staaten, von San Francisco bis nach New York. Doch das läuft lange nicht so problemlos ab, wie es unser Protagonist gerne hätte, denn dieser befindet sich zu Beginn des Spiels in seinem Wagen unter Wasser, ein Unfall war das allerdings nicht. Fremde Leute haben für diese unfreiwillige Seefahrt gesorgt, doch wer dahinter steckt, ist zu Beginn unklar. Schnell treffen wir auf eine Lady mit üppigen B...estandteilen, die scheinbar mehr weiß als wir – kurze Zeit später donnern die beiden jedenfalls in ihrem Wagen (einem schicken Lotus Elise) den ersten Hinweisen und gleichzeitig den ersten Etappen von unserem „Run“ entgegen.
Die Story ist recht plump und wirkt aufgesetzt, doch das ist ja bei Need for Speed nichts Neues. Wirklich lahm ist allerdings die Präsentation der Story, denn anstelle von Zwischensequenzen kriegen wir hier lediglich Comicseiten mit Standbildern vorgesetzt – die einen bezeichnen es als stilvoll, die anderen als erfolgreiche Drückebergerei vor arbeitsaufwendigen Renderfilmchen.

Irgendwoher kenne ich das doch...

Spielerisch setzt Need for Speed mal wieder auf illegale Rennen, wobei wir diesmal auf eine große Auswahl verschiedener Veranstaltungen verzichten müssen. Stattdessen arbeiten wir uns streng linear nach Vorgabe von einem Event zum nächstem und schalten dabei manche Rivalen im Head-to-Head-Rennen aus, entkommen der Polizei oder fahren unsere Widersacher in Grund und Boden. Dabei sind die Strecken vorgegeben, großartig viele Varianten oder Abkürzungen finden wir leider nicht. Im Gegenteil sogar, selten waren Rennen langweiliger als in diesem Teil, was auf das Konto des Streckenlayouts geht: Endlose Geraden, ellenlang gezogene Kurven und manch eine Brücke; mehr Abwechslung darf der Spieler nicht erwarten, sofern er nicht gelangweilt sein will. Neu sind die gelegentlichen Quick-Time-Events, in denen wir Steinen, herumfliegenden Autos oder sonst irgendwas ausweichen müssen. Auch hier gilt wieder: Braucht kein Mensch, arten gelegentlich in Frust aus und bereichern das Spiel in keinem Bereich. Neu hinzugekommen sind die Heldenaktionen (Stunts, weite Sprünge usw.), mit denen wir Punkte für unseren Fahrerrang hinzu verdienen – was man davon letztendlich hat, scheint niemand so genau zu wissen.

Auch die Wagenliste ist in diesem Jahr nicht das, was wir von NfS gewohnt sind: Zwar sind wieder einige lizensierte Edelkarossen mit von der Partie, generell hält sich die Auswahl aber in Grenzen. Schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass wir im eigentlichen Storymodus „The Run“ in den seltensten Fällen unser Fahrzeug selbst wählen dürfen, denn die meiste Zeit sind diese vorgegeben. Auch Tuning entfällt demnach komplett, erst im Challenge-Mode (wo man allerdings die gleichen Abschnitte wie bei „The Run“ fährt) dürfen wir auswählen, womit wir fahren und was für Teile wir anbringen. Generell bleiben die Tuningmöglichkeiten aber stark limitiert, auch hier kennen wir bessere NfS-Teile.
Selbiges gilt auch für das Fahrverhalten, dass mit „The Run“ einen erneuten Tiefpunkt erlebt. Es fährt sich komplett wie auf Schienen (gut, für reinste Arcade-Freunde mag das in Ordnung sein), die QTEs spielen sich jedoch extrem schwammig – das Fahrverhalten wirkt wie ausgetauscht.

Zu all dem gibt es noch im Spiel freischaltbare Meilensteine und einen lausigen Splitscreen-Modus, das war‘s leider schon. Der Storymodus ist mit gut drei bis vier Stunden Spielzeit viel zu kurz, der Challengemodus bietet exakt das gleiche (aber immerhin mit einer Fahrzeugauswahl) und von einem Onlinemodus fehlt mal wieder jede Spur – insgesamt ein erschreckend kurzes und kompaktes Erlebnis.

Spielerisch pfui, technisch hui?

Bei der Steuerung macht The Run einen soliden Eindruck. Die Nunchuk-Variante spielt sich eingängig und ist schnell erlernt und verzichtet zudem auf übertriebene Gesten. Die Aktionen sind alle gut platziert und auch die Lenksensibilität geht in Ordnung. Wer einen Classic-Controller sein Eigen nennt, kann sich auch mit diesem in die Veranstaltungen stürzen. Eine reine Wiimote-Variante wie in den Vorgängern gibt es hier jedoch nicht, auch der Cube-Controller wird nicht mehr unterstützt.

Grafisch ist das neueste Need For Speed eine Sache für sich, denn hier stehlen sich viele Elemente gegenseitig die Show. Es gibt einige Dinge, die wirklich gelungen sind, andere hingegen sind nah dran an einer optischen Katastrophe. So sehen beispielsweise die Wagenmodelle prima aus, das Geschwindigkeitsgefühl ist ziemlich gut und manch ein verschneiter Berg weist für Wii-Verhältnisse viele Details auf und bietet eine prächtige Kulisse. Dem gegenüber stehen jedoch lange Texturladezeiten im Hintergrund, eine furchtbare Weitsicht und trostlose Umgebungen, je nachdem wo man fährt. Es ist schon verwunderlich, wie einer von zwei Bergen im Hintergrund wirklich schön aussehen kann, der weiter entfernte jedoch ein matschiges Dreieck ist. Insgesamt steht sich NfS hier teilweise selbst im Weg und versaut sich seine Kulissen mit matschigen Texturen aus der letzten Konsolengeneration.

Beim Soundtrack setzt man viel auf Electro- und Technosounds beim Fahren, aber auch stimmungsvolle und ruhige Musikstücke haben es ins Spiel geschafft. Die Motorenklänge sind im Vergleich zum letzten Teil wieder besser, könnten aber noch eine Ecke kerniger klingen. Die Zwischensequenzen im Comiclook sind komplett vertont mit deutscher Synchronstimme, die ihren Job größtenteils zufriedenstellend erledigt.

Run away

Lizensierte Wagenliste
Ordentliche Bedienung
Teils schöne Kulissen...
... mindestens ebenso viele hässliche
Viel zu geringer Umfang
Eingeschränktes Tuning
Kein Onlinemodus
Langweilige Storypräsentation
Streng linearer Spielverlauf

So leid es mir tut, aber das war nichts. Need for Speed: The Run ist spielerisch extrem belanglos, setzt keine neuen Akzente, bietet viel zu wenig Umfang und lässt den Flair alter NfS-Zeiten vermissen. Der Storymodus ist mit 3 Stunden Spielzeit ein schlechter Witz und vor allem das erneute Fehlen jeglicher Onlineunterstützung ist nicht mehr zeitgemäß. In Anbetracht der technischen Seite eigentlich schade, denn hier hat man im Vergleich zum Vorgänger in fast allen Punkten nachgebessert, doch spielerisch reiht es sich direkt hinter der Wii-Version von Hot Pursuit ein.
Die Serie hat ihren Zenit längst überschritten und ihr täte eine Kreativpause sichtlich gut, denn diese jährlichen Ausschlachtungen des Namens Need for Speed geht auf keine Kuhhaut mehr – tut euch selbst den Gefallen und ruiniert euch nicht eure geliebte Franchise mit diesem Spiel.

Unser Dank geht an Electronic Arts für die Bereitstellung eines Testspiels.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
48%
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