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Der rätselhafte Fall des Dr. Jekyll & Mr. Hyde

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Detailinformationen
Spieltitel: Der rätselhafte Fall des Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo DS
Publisher: rondomedia
Entwicklungsstudio: 
Joindots
Kategorie: Sonstiges
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1 Spieler
Mehrspielermodus: Nicht vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Nicht vorhanden
Herstellerbeschreibung: Nicht vorhanden
Verkaufspreis: 
Amazon.de8,80 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2010

Der rätselhafte Fall des Dr. Jekyll & Mr. Hyde

Autor: Max Labeschautzky (Metal_Warrior) für WiiG24. August 2010

Die Geschichte um den Arzt Jekyll und sein fieses alter Ego Hyde gehört zu den absoluten Klassikern der Literatur, brachte es auf über zwei Dutzend ernsthafte Verfilmungen und noch mal so viele Parodien; sogar Musicals und Comics wurden geboren. Auch in der Welt der Videospiele ist das ungleiche aber dennoch unzertrennliche Duo nicht ganz unbekannt. Die geradezu legendär schlechte NES-Version „genießt“ dank eines berühmten Wüterichs zwar am meisten Bekanntheit, aber auch allgemein kann man sagen: Wirklich gut war bisher keine einzige Versoftung der atmosphärischen Vorlage. Ob rondomedia es auf dem DS besser macht?

Alt aber bewährt?

Zur Story wollen wir gar keine großen Worte verlieren oder gibt es da draußen tatsächlich noch jemanden, der die Geschichte noch nicht kennt? Daher nur das wichtigste: Die Handlung spielt in den nebligen Gassen Londons Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Polizist ist es unsere Aufgabe, einen Mord an einer berühmten Londoner Persönlichkeit aufzudecken. Natürlich kommen auch bald die Titelgebenden Henry Jekyll und Edward Hyde ins Spiel, sowie das Geheimnis um ihre Existenz.

Die Handlung des literarischen Vorbilds wird nur in groben Zügen wiedergegeben, enthält aber natürlich das gleiche Prinzip um den Mann mit der multiplen Persönlichkeit. So gibt sich die Geschichte auch auf dem DS trotz aller Interpretationsfreiheiten faszinierend und atmosphärisch – zwei Stärken, die allerdings schnell wieder untergehen, denn die Inszenierung ist unter aller Kanone: Text, Text und noch mehr Text. Das höchste der Gefühle ist ein Mini-Portrait etwaiger Gesprächspartner in Verbindung mit noch mehr Text. Deshalb gleich vorweg: Wer ernsthaft an der Geschichte interessiert ist, der kann sich das Modul sparen und direkt zu Stevensons Novelle greifen – die ist spannender, besser geschrieben und verlangt auch nicht wirklich mehr Leseaufwand.

Es darf wieder gesucht werden...

Die Handlung schreit eigentlich geradezu nach einem Point & Click Adventure. Oder einer spannenden Rätselmixtur im Stile eines Professor Layton. Stattdessen bekommen wir leider nur einen weiteren „Wo ist Walter“-Verschnitt. Nach einer kurzen Einleitung zeigt uns der DS die aktuelle Szenerie. Auf dem oberen Screen dürfen wir die Ortschaft im Vollbild sehen, auf dem Touchscreen gib es eine per Steuerkreuz scrollbare gezoomte Variante. Nun heißt es, Beweise und Hinweise zu finden. Dazu bekommen wir eine Liste mit Gegenständen, die wir finden sollen. Ein Klick auf den Gegenstand am Tatort und schon verschwindet dieser aus der Liste, gleichzeitig taucht ein neuer auf selbiger auf. Haben wir eine bestimmte Anzahl an Gegenständen gefunden geht es weiter im Text. „Weiter“ bedeutet in dem Fall, dass es eine kurze Zwischensequenz gibt und wir anschließend eine weitere Liste in derselben Location abarbeiten müssen. Dass sich so etwas innerhalb weniger Minuten abnutzt, dürfte klar sein, zumal die zu durchsuchenden Orte viel zu selten gewechselt werden. Immerhin gibt es zwischendurch zur Auflockerung kleine Minispiele wie eine Party Memory. Wirklich spannend sind diese aber auch nicht, zumal sie innerhalb einer Minute abgehakt sind – gefolgt von stundenlangem Rumsuchen nach Gegenständen, die in den meisten Fällen gar nichts mit dem Fall zu tun haben.

Gameplay aus der Gruft?

Und stundenlang rumsuchen werdet ihr. Denn das größte Problem von Jekyll & Hyde ist (neben der schnell aufkommenden Monotonie) die Art, wie die zu suchenden Gegenstände platziert werden. Völlig frei von physikalischen oder in sonst irgendeiner Form logischen Gesetzen befinden sich Münzen zwei Meter über dem Boden frei schwebend an einer Hauswand, kleben Augen an Türen und sind Würfel in Wände eingelassen. Dadurch fällt es unnötig schwer, die gesuchten Gegenstände zu finden – denn wenn ich Münzen suchen soll, dann behalte ich naturgemäß primär den Boden im Auge; selbst wenn ich weiß dass solche logischen Gedanken in diesem Spiel keine Bedeutung haben. Dadurch ist ein Klick auf die Hilfsfunktion schnell durchgeführt, doch dieses Goodie steht uns natürlich nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ein weiteres Problem ergibt sich dadurch, dass die Gegenstände sich oftmals farblich überhaupt nicht vom Untergrund abheben. Sicher, dass gehört zum Spielprinzip und soll das simple Gameplay etwas anspruchsvoller machen – wenn man aber permanent weiße Gegenstände von 2 Pixeln Größe auf weißem Untergrund suchen muss, wird das Gameplay weder anspruchsvoll noch spannend; sondern schlicht und ergreifend frustrierend und eine reine Probe für die Geduld.

Nicht mehr als absolut nötig

Auch technisch hinterlässt das Spiel keinen guten Eindruck. Die Hintergrundgrafik ist recht nett und kann die düstere Atmosphäre ganz gut einfangen, dafür kommt das Spiel annähernd komplett ohne jede Animation aus. Teilweise fehlt es der Grafik an Kontrast, so dass eine ganze Menge Details schlicht unerkannt bleiben (was abermals das Finden von Gegenständen unnötig erschwert); außerdem sind einige Ecken recht verpixelt – zwar pixeln nur wenige Stellen, blöderweise sind aber genau an diesen Stellen die meisten Items versteckt.
Die Musik gibt sich hingegen sehr gut. Spannend und mysteriös untermalt sie das Spielgeschehen auf sehr angenehme Weise. Für etwa eine Minute. Dann nämlich ist der einzige Track im Spiel vorbei und fängt wieder von Vorne an. Das ist schlicht arm, vor allem in Verbindung mit dem fast gänzlichen Fehlen jeglicher Soundeffekte.

Die Steuerung ist intuitiv, aber nicht sonderlich genau. Oft klickt man Gegenstände an, welche aber nicht erkannt werden, dafür aber bei einem Klick neben das Item. Normalerweise kein großes Drama, bei einem solchen Spiel aber ein echter Spaßkiller. Es macht einem das Finden der Gegenstände ohnehin schon unnötig schwer, da habe zumindest ich keine Lust mich noch mit Steuerungsmängeln rumzuärgern. Zumal so etwas im Test oft dazu geführt hat, dass ich dachte, der gesuchte Gegenstand muss demnach irgendwo anders sein.

Ein rätselhafter Fail

Ansätze von Atmosphäre vorhanden
Monotones Gameplay
Grafisch zwiespältig
Sound auf Sparflamme
Steuerungsmacken im Detail

Und wieder ein Schuss in den Ofen. Das minimalistische Gameplay dürfte ohnehin kaum einen Spieler langfristig an den DS fesseln, aber selbst Fans des Genres werden durch die unnötigen Mängel schnell verschreckt. Da hilft auch die halbwegs funktionierende Atmosphäre nichts.
Nichts Neues an der Jekyll-Front also. Zwar ist das Spiel nicht ganz so brutal unspielbar wie manch einer seiner Namensvetter aber das heißt ja leider nicht viel. Denn obgleich es spielbar ist, macht es noch lange keinen Spaß. Unterm Strich sind wohl auch rondomedia und der DS nicht dem Fluch von Jekyll und Hyde gewachsen.


Wir bedanken uns bei rondomedia für die freundliche Bereitstellung eines Testexemplars.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
43%
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