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Maestro! Jump in Music

Dieses Spiel besitzen insgesamt 5 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 76% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: Maestro! Jump in Music
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo DS
Publisher: Bigben Interactive
Entwicklungsstudio: Nicht vorhanden
Kategorie: Jump'n'Run, Musik
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1 Spieler
Mehrspielermodus: Nicht vorhanden
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Features: Nicht vorhanden
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: 
Amazon.de21,95 EUR zzgl. Versandkosten
Erscheinungsdatum: 26. März 2010

Jump'n'Run meets Musikspiel

Autor: Samuel Röhlen (Sammydluxe) für WiiG2. Mai 2010

Auf der GamesCom 2009 wurde uns in einem kleinen Räumchen ein neues DS-Spiel präsentiert. "Maestro! Jump in Music" handelt von einem kleinen Vogel namens Maestro und definiert ein neues Genre: Liebevoll darf man von einem musikalischen Plattformspiel sprechen. Wie sowas aussieht? Ob es funktioniert und auch noch Spaß macht, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Maestro! Besiege die Spinne!

Ein Spiel, in dem man durch Töne und Klänge einen Charakter durch Level steuert. Das klingt gut und das ist es ganz vorweggenommen auch. Maestro ist der Hauptdarsteller und ein kleiner Vogel, der die Musik über alles liebt. Als sein finsterer Nachbar wegen einer Frau plötzlich alle Töne klaut, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zu machen und mithilfe seines liebsten Hobbys den Bösewicht zu besiegen: Eine riesige Spinne namens Staccato.
Die Aufmachung präsentiert uns diese belanglose Einführung in einem schönen und humorvollen Stil, der sich auch durch die folgenden Übungen zieht. Mit viel Witz und Geduld führt das Spiel den Neuling durch die ersten Minuten und macht so gleich zu Beginn einen sehr interessanten Eindruck.
Wie läuft so ein Spiel also ab? Stellt euch eine dünne Linie vor, auf der Maestro sich Richtung Ziel des Levels bewegt. Er läuft automatisch, sobald das Lied beginnt. Ergänzend zur Hintergrundmusik erscheinen immer wieder hervorgehobene Linien, auf die der Spieler reagieren muss. Entweder man zupft mithilfe des Touchpens von oben nach unten, worauf Maestro mit einem Hüpfer in die Luft reagiert oder man macht es genau andersrum und lässt ihn so durch die Linie eine Ebene tiefer fallen. Doch Achtung, wenn es keine tiefere Linie gibt, fällt Maestro ins Bodenlose und wird erst kurze Zeit später wieder auf die normale Spur gebracht - hier verliert man wertvolle Möglichkeiten zu punkten. Das Zupfen einer solchen hervorgehobenen Linie bewirkt stets einen Ton, der sich nahtlos in das Hintergrundlied einfügt bzw. meist sogar dazugehört.
Doch natürlich besteht das ganze Spiel nicht nur aus ein paar hervorgehobenen Linien. Beim Durchspielen des viel zu kurzen Story-Modus wird man schon früh in weitere Möglichkeiten zum Mitmusizieren eingeweiht. Ein paar Beispiele: Einige Linienarten wollen nicht nur gezupft sondern vielmehr gespielt werden, als wenn sie eine Banjo wären. An anderen Stellen fliegen beispielsweise Vögel durch das Bild und müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt angetippt werden - was natürlich ein rhythmisches Geräusch erzeugt.
Anfangs untermalt man die Melodien noch mit nur wenigen Tönen, doch schon nach kurzer Zeit tippt und zupft man an allen Ecken und musiziert Maestro so ans Ziel. Die Spielidee begeistert schnell und durch die Vielfalt der Tonerzeugungen wird dem Spieler zu keiner Zeit langweilig. Übrigens spielt man die Töne nicht nur aus Spaß, es geht nämlich auch darum, in jedem Level möglichst viele Punkte in Form von beispielsweise Bananen einzusammeln. Da diese nicht alle auf einer Ebene auf Maestro warten, muss man ihn hier und da hochspringen oder eine Ebene tiefer fallen lassen. In diesen Passagen versteckt sich der größte Jump 'n' Run-Teil des Spiels.

Lautes Singen vs. geringen Umfang

Die Level sind je nach Musikgenre unterschiedlichen Welten zugeordnet. Am Ende einer jeden Miniwelt erwartet uns die böse Riesenspinne Staccato, die wir mithilfe von Tönen immer wieder aufs Neue besiegen. Immer abwechselnd spielt der Feind uns ein paar Rhythmen vor und wir müssen diese anschließend exakt nachmachen. Das sind einerseits zwei kleine Trommeln und zusätzlich die Seite eines Spinnennetzes.
Die Kämpfe gegen die Spinne werden kontinuierlich anspruchsvoller und sind gelungen, dennoch hätten variierende Endkämpfe und - gegner für mehr Abwechslung sorgen können.
Bei allem Lob darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass der Story-Modus in kürzester Zeit durchgespielt ist. Was wird also noch geboten? Als allererstes warten die höheren Schwierigkeitsgrade. So darf man später nicht nur Töne per Touchscreen erzeugen, sondern optional mitsingen. Während des Spiels füllt sich dann eine Anzeige, die getroffene Töne bestätigt.
Generell gilt bei dem Spiel: Hab Spaß an Musik! Denn nach der Story wartet hauptsächlich der freie Modus, bei dem man jedes freigespielte Lied auswählen darf und dazu sämtliche Instrumente und – eine sehr spaßige Angelegenheit – das Tempo. In diesem Modus gibt es am Schluss keine Bewertung, man kann also nichts falsch machen, sondern spielt im wahrsten Sinne des Wortes mit der Musik, wie man Lust und Laune hat.
Verpasst man übrigens zu viele Töne oder – noch viel schlimmer - vermasselt man Töne durch Zupfen oder Tippen zum falschen Zeitpunkt, so wird Maestro von kleinen roten Noten verfolgt. Umgekehrt verhält es sich bei Folgen von perfekt gespielten Stellen, hier folgen uns anschließend freundliche Vögelchen. Am Ende einer jeden Performance gibt es im Story-Modus eine Bewertung. War man nicht gut genug, so darf man sich erneut an dem Level versuchen.
Wenn man nur knapp weiterkommt und die Bewertung später perfektionieren will, so bietet sich die Titelliste an, in der man sich an sämtlichen der 18 freizuspielenden Songs erneut versuchen darf.

Hier scheiden sich die Geister...

Kommen wir zur Technik des Spiels. Die grafische Präsentation ist gelungen. Es gibt viele bunte Bilder, die perfekt zum abgedrehten Stil des Spiels passen. Die Themenwelten sind optisch abwechslungsreich gehalten, mal findet man sich im Weltall wieder, an anderer Stelle in einer Westernwelt und gleich zu Beginn im tiefsten Dschungel. Auch wenn das Spiel den Betrachter verständlicherweise nicht mit Animationen erschlägt, die Grafik darf man als farbenfroh und angemessen bezeichnen.
Ein sehr wichtiger Teil ist der Sound. 18 Tracks sind leider nicht allzu viel, dafür ist die Auswahl aber großartig: Ob Beethovens 5. Symphonie, Brahms Ungarischer Tanz, „ABC“ oder „Our House“, hier ist für jeden etwas dabei. Das Problem ist die Soundqualität. Die ist keinesfalls schlecht, an ihr scheiden sich einfach die Geschmäcker. Manche wippen mit Kopf und Fuß im Takt der musikalischen Darbietungen, während Andere sich pausenlos beschweren und schon nach kürzester Zeit fliehen. Woran liegt es? Manche Instrumente klingen auf dem DS einfach nicht so satt wie ihre Originale oder wurden mit Absicht sehr quäkend und abgedreht gewählt.
Die Steuerung trägt natürlich auch maßgeblich zum Spielerlebnis bei, schließlich handelt es sich um ein halbes Jump 'n' Run. Maestro wird mit dem Touchpen in die Höhe gezupft, Töne werden angetippt und überhaupt spielt sich alles auf dem Touchscreen ab. Die Erkennung funktioniert gut und die Bedienung macht Sinn und Spaß. Bei schnellen Levels und zeitnah erscheinenden verschiedenen Tönen gibt es jedoch schnell Probleme. Wenn man als Rechtshänder mit dem Touchpen zupft und tippt, dabei jedoch die rechte Bildschirmhälfte teils verdeckt, so ist das ungünstig. Schließlich kommen von dort auch neue Töne, die genau getroffen werden müssen, was aber nur mit ausreichender Reaktionszeit gelingen kann. Hier wird die direkte Steuerung auf dem Darstellungsbildschirm schnell mal zum Nachteil.
Der optionale Gesang ist nichts für Jedermann. Für eine gute Erkennung muss man wirklich laut mitmachen, was für viele Spieler vermutlich überhaupt nicht in Frage kommt. Singt man aber laut genug mit, so erkennt das Spiel die Töne auch recht gut.

Interessante Idee, ordentliche Umsetzung

Innovativer Genremix
Sehr gelungene Songauswahl
Toller Humor in den Menüs
Passende Präsentation
Geringer Umfang
Schwächen bei der Umsetzung der Steuerung
Sound ist starke Geschmackssache

„Maestro! Jump in Music“ ist ein sehr interessantes Spiel. Die Idee, Musik und Jump'n'Run derart zu vereinen ist gelungen und gut umgesetzt. Durch Zupfen und Tippen auf dem Touchscreen steuert man den kleinen Vogel in einem Spiel voller Liebe und Humor durch abwechslungsreiche Welten und erzeugt so Töne, die sich nahtlos in die sehr gelungene Auswahl von Songs einfügen. Schade, dass es nur 18 Musikstücke gibt und die akustische Darstellung Geschmackssache ist.
Die Steuerung funktioniert zwar gut, wurde aber nicht optimal entwickelt. Der optionale Gesang ist eine nette Sache. Neben dem guten aber sehr kurzen Story-Modus ist besonders das freie Spiel interessant. Bei frei wählbarem Tempo und beliebigen Instrumenten kommt besonders viel Spaß auf, allerdings sollte man beachten, dass viel Spaß und Motivation in Bezug zur Musik mitgebracht werden muss. Online-Modi oder Bestenlisten gibt es nämlich gar keine, man muss sich einfach auf den gelungenen Mix aus Hüpfen und Musizieren einlassen können.
Trotz ein paar Schwächen ist das Experiment der Entwickler gelungen und für Freunde der Genres durchaus empfehlenswert.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
70%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
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