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Phoenix Wright: Ace Attorney
| Titel: | Phoenix Wright: Ace Attorney |
| Spielekonsole: | WiiWare
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| Publisher: | Capcom
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| Entwicklungsstudio: |
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| Kategorie: | Adventure |
| Format: | PAL |
| Spieleranzahl: | 1 Spieler |
| Mehrspielermodus: | Kein Mehrspielermodus |
| Online: | Nein |
| Alterseinstufung: |  |
| Besonderheiten: | Keine |
| Veröffentlichung: | 15. Januar 2010 |
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Die Verhandlung ist eröffnet...
| Autor: Dominik Böhm (CrazyPeanut) für WiiG | 2. Februar 2010 |  |
Getrost kann man die Ace Attorney-Reihe zu den erfolgreichsten Serien auf Nintendos Handheld zählen. Dabei sind drei der vier erschienenen Spiele schon auf dem Game Boy Advance veröffentlicht worden – allerdings nur in Japan. Mit dem DS schafften auch die Neuauflagen der Serie schließlich den Sprung in europäische Gefilde. Mit erfolgreichen Verkäufen war der Weg für zwei weitere Teile geebnet. Einer ist bereits erschienen, der Zweite steht bereits in den Startlöcher und wird im Februar erhältlich sein. Als Appetithäppchen wurde das erste Spiel für WiiWare umgesetzt, ob es genauso kaufenswert wie die DS-Version ist, lest ihr hier im Test.
Phoenix Wright ist Anwalts Liebling
Ja, als Anwalt hätte man ein schönes ruhiges Leben, wenn sich nicht dauernd irgendwelche Leute den Schädel einschlagen würden. So geht es auch Phoenix Wright, der gerade sein Studium abgeschlossen hat und in den Alltag des Justizwesens eintaucht. Pünktlich zu seinem Antritt in der Kanzlei Fey, Arbeitsplatz von Wrights Mentorin Mia, bekommt er einen Mordfall aufgetischt. Wenn das mal nicht eine ordentliche Bewährungsprobe ist. Besonders prekär an der Lage: Der Angeklagte ist ein ehemaliger Schulfreund von Phoenix und diesen müsst ihr im Prozess verteidigen. Doch kein Ritter geht unbewaffnet in den Kampf, auch nicht einer, der für die Gerechtigkeit kämpft. Zusammen mit Mias Schwester Maya geht ihr auf Beweisjagd.
Also starten wir mit der Tatortuntersuchung und Zeugengesprächen. Um uns von einem Ort zum anderen zu Bewegen, nutzen wir ein Menü, in dem der gewünschte Besuchsort angewählt wird. Dort angekommen, nehmen wir den Tatort unter die Lupe. Auffällige Stellen oder Gegenstände werden auf dem Standbild angeklickt und auch genauer untersucht. Dabei springen jedoch nicht immer Beweise heraus, sondern manchmal auch witzige kleine Dialoge wie Diskussionen über den Unterschied zwischen Leitern und Stehleitern. Das gefundene Beweisstück kann dann in der Gerichtsakte näher untersucht werden. Weiter geht es mit der Befragung der Zeugen. Die Information werden aus dem Augenzeugen rausgequetscht wie Saft aus einer Zitrone und auch allen Beteiligten der Polizei kann man Hinweise entlocken. Dabei kann man auf Themen aus einer Liste auswählen, auf die Phoenix die Person ansprechen soll. Wer bereits ein paar Beweise hat, kann sie den Befragten vorlegen und so an noch mehr Infos gelangen. Mit etwas Geschick schaltet man auch neue Gebiete frei, die man untersuchen und so den Fall weitertreiben kann. Hat man alles beisammen, was man braucht, geht es im Gerichtsaal weiter.
Hier wird das Spiel dem Ruf als Textadventure richtig gerecht. Denn der Alltag im Gericht ist eine einzige verbale Schlacht. Als Verteidiger habt ihr die Aufgabe für euren Schützling einen Freispruch zu erwirken, was zwangsläufig damit einhergeht, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Denn die Fälle sind zu Beginn ein großes Geflecht aus Lügen, Intrigen und falsch ausgelegten Fakten. Diese müssen nach und nach aufgelöst werden, um die wahre Geschichte zu erfahren. Um aber soweit zu kommen, muss man Zeugenaussagen auseinander nehmen. Diese enthalten ein falsches Detail, das man mit einem Beweis widerlegen muss. Zum Erfolg kann aber auch das unter Druck setzen des Zeugen führen. Die falschen Aussagen müssen auseinandergenommen werden wie eine Weihnachtsgans, damit der Fall voranschreitet und neue Informationen bekannt werden, die oftmals den Sachverhalt komplett auf den Kopf stellen. Argumentiert man mit den Beweisen an der falschen Stelle oder legt ein falsches Beweisstück vor, wird man bestraft. Insgesamt kann man vier Bestrafungen erhalten, bei der nächsten wird der Angeklagte für schuldig befunden. Nach dem Ende des Prozesstages geht es meist wieder mit der Spurensuche los, weil der Fall im Gericht eine unerwartete Wendung nimmt.
Überschrift seperat erhältlich!
Die DS-Version des Spiels enthält insgesamt fünf Fälle, der Letzte wurde extra an die Bedienung des Handhelds angepasst und war in der GBA-Version nicht enthalten. Eben jener wurde in der WiiWare-Fassung herausgenommen, wird aber als separater Download demnächst erhältlich sein. Dafür darf man dann natürlich nochmal 100 Punkte extra löhnen. Der Preis ist zwar recht moderat, trotzdem ist es unverständlich, warum man einen Fall heraus nimmt und später mit zusätzlichen Kosten nachreicht.
Dennoch fesselt die Story der vier Fälle ungemein. Zwar behandelt jeder von ihnen eine andere Geschichte, aber inhaltlich bauen sie aufeinander auf und hängen eng zusammen. Es entsteht eine dichte, spannende Atmosphäre während des gesamten Spielens. Im Laufe der Geschichten wird immer mehr über die Beweggründe, die Vergangenheit oder Eigenarten der Charaktere bekannt. Die Figuren kehren in späteren Fällen häufig noch mit mehr oder weniger wichtigen Belangen auf.
Im Vergleich zur DS-Version hat sich nichts geändert. Es wurden keine Änderungen an Story oder dem Gameplay vorgenommen. Nur, dass es ein etwas befremdendes Gefühl ist, auf der Wii mit Standbilder und Textmassen konfrontiert zu werden, was auf dem Handheld doch öfters vorkommt. Dennoch büßt der Titel nichts von sein Charme ein.
Mit Schwung zum Einspruch
Die Steuerung musste natürlich um Einiges umgekrempelt werden, um den Titel an die Wii anzupassen. Dabei wurde die Stylussteuerung allerdings nicht durch die Pointerfunktion ersetzt, das Menü wird durch das Steuerkreuz bedient. Schade, dass der Pointer nicht einmal optional unterstützt wird. Mit den Knöpfen kann man weiterblättern, die Gerichtsakte und das Hauptmenü aufrufen. Am interessantesten ist aber die Anpassung des „Einspruch“-Rufes. Konnte man auf dem DS eben jenes Wort ins Mikro brüllen, darf man bei der Wii den Controller demonstrativ nach vorne schwingen.
Anklage für die Optik
Ebenso eine Frechheit wie das Herausnehmen des fünften Falles ist auch die Grafik. Die Grafik ist wie auf dem DS von der gleichen Qualität wie das Game Boy Advance-Original. Auf dem DS hielt sich das Ganze aufgrund der Bildschirmgröße noch in Grenzen, auf einem Fernseher sieht es jedoch katastrophal verpixelt aus. Da fällt es schwer, die Schönheit und Detailverliebtheit der Charaktere und Orte zu genießen.
Beim Sound hat sich auch nichts geändert. Eingängige Melodien untermalen die Atmosphäre wunderbar und der Einspruch-Schrei klingt frisch wie in jungen Tagen. Leider bekommt auch die WiiWare-Version keine Sprachausgabe, was den Titel vielleicht auch für Besitzer des Handheld-Games interessant gemacht hätte.
Fall ad acta gelegt!
Fairer Preis Spannende Story Tolles Spielprinzip Fehlen der 5. Episode Katastrophale Grafik
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Der Schritt von Capcom, die Reihe auch auf im Wii-Shop anzubieten, war sicherlich kein Falscher. Der Preis ist trotz der fehlenden 5. Episode fair und angemessen. Allerdings sollte man nicht abgeneigt gegen lange Texte sein. Die unterhaltsamen und spannenden Geschichten sind mit Sicherheit besser als mancher Roman und Fans von "gemächlichen" Adventure sollten den Titel auf jeden Fall mal ins Auge fassen. Action oder Rätsel außerhalb der Textform gibt es allerdings nicht. Da der Titel für DS aber mittlerweile auch recht günstig erhältlich ist, sollte man sich als DS- und Wiibesitzer den Kauf gut überlegen. Bei entsprechendem Erfolg werden sicherlich auch die anderen Spiele folgen.
Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung der Nintendo Points!
| Grafik: |           |
| Sound: |           |
| Steuerung: |           |
| Spielspass: |           |
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| 73% |
| Offizielle Wertung des Spiels der WiiG-Redaktion. |
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