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Mein Paradies für Hunde


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Titel: Mein Paradies für Hunde
Spielekonsole: Nintendo DS
Publisher: Tivola Publishing
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Kategorie: Lebenssimulation, Tiere
Spieleranzahl: 1 Spieler
Mehrspielermodus: Kein Mehrspielermodus
Online: Nein
Alterseinstufung: 
Besonderheiten: Keine
Veröffentlichung: 24. November 2008
 
Angebote: 
buch.de34,99 EUR zzgl. Versandkosten
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion

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Mein Paradies für Hunde

Autor: Sebastian Fischer (sebbbbe) für WiiG29. Dezember 2008

Sie werden von vielen Zockern nur belächelt, haben aber trotzdem riesigen Erfolg: Tiersimulationen für junge Mädchen. Auch Tivola bringt mit „Mein Paradies für Hunde“ ein Abenteuer rund um den besten Freund des Menschen, das natürlich auf die jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Ob auch ein wenig Substanz hinter diesem Spiel steckt, erfahrt ihr in unserem Review.

Ich hab `ne Tante in Amerika!

In „Mein Paradies für Hunde“ übernimmt ihr die Rolle einer jungen Dame, die sich um die Hundepension ihrer Tante Marion kümmern soll. Diese treibt sich nämlich gerade in Amerika herum, um sich weiterzubilden. Das klingt natürlich super, aber nur solange, bis man das Grundstück zum ersten Mal zu Gesicht bekommt. Löchriges Dach, kaputte Fensterläden und wenig Kundschaft. Es ist nun eure Aufgabe aus diesem Kabuff eine Edelpension zu machen. Ihr steht zum Glück nicht alleine da, denn euer Gehilfe Bill steht euch mit Rat und Tat zur Seite.
Jetzt heißt es Kundschaft zu bekommen, die Hunde zu pflegen, zu füttern und bei Laune zu halten, Einkäufe zu tätigen, sich weiterzubilden und den Hof auf Vordermann zu bringen!

Mein Partner mit der kalten Schnauze

Ihr steuert eure Figur aus einer isometrischen Ansicht über den Hof. Dieser bietet zwar mehrere Einrichtungen, wie das Lager, das Büro, die Hundeboxen, ein Freizeitzimmer und einen großen Garten mit einer Spielfläche für die Hunde, trotzdem ist das Grundstück sehr überschaubar und nicht gerade überdimensional. Wenn ihr euren Helfer Bill, meist über den Hof schlendernd, um Ratschläge fragen wollt, könnt ihr das zu jeder Zeit tun. Ihr geht einfach zu ihm und drückt auf das erscheinende Icon, wovon es im Spiel eine Menge gibt. Trotzdem verliert man nie den Überblick. Dann bekommt ihr schon euren ersten Kunden, der kurz etwas erzählt, warum er eigentlich da ist und für wie lange der Hund da bleiben soll. Danach könnt ihr die Anfrage annehmen oder ablehnen, was aber nur sinnvoll ist, wenn alle eure Boxen belegt sind. Jetzt ist es an der Zeit den Hund zu pflegen. Es gibt fünf verschiedene Bedürfnisse, die in Prozentanzeigen dargestellt werden und möglichst erfüllt werden sollten, wenn ihr am Ende des Aufenthalts Moneten auf eurer Kralle haben wollt. Diese Bedürfnisse sind Ernährung, Pflege, Laune, Fitness und Gehorsam. Je tiefer die Prozentanzeige ist, desto nötiger wird es, dies aus der Welt zu schaffen.
Wenn es an Ernährung mangelt, solltet ihr dem Vierbeiner Wasser oder Hundefutter geben. Hundefutter erhaltet ihr, wenn ihr in das Lager geht, auf das entsprechende Icon klickt und einen Einkaufszettel macht. Ihr wählt einfach aus, was ihr haben wollt und schickt Bill los, der nach einiger Zeit mit vollen Einkaufstüten zurückkommt. Wasser bekommt ihr erst, wenn ihr es persönlich aus eurem eigenen Brunnen holt. Benötigt der Hund Pflege, müsst ihr ihn bürsten, waschen und abtrocknen. Ist die Laune des Köters im Keller, solltet ihr ihn streicheln oder mit ihm Ball spielen. Den Gehorsam steigert ihr, wenn ihr dem Tier ein paar Tricks beibringt. Dazu müsst ihr mit ihm raus gehen und aus drei Tricks wählen: Sitz, Platz und Bellen. Ihr klickt einfach auf das entsprechende Icon und seht zu, ob der Hund macht was ihr sagt oder nicht. Wenn der Hund euren Befehl ausführt, klickt ihr auf das Icon mit Daumen hoch, tut er dies nicht, klickt ihr auf den Daumen runter. Wenn ihr alles richtig macht, steigt die Prozentanzeige. Als letztes bleibt der Punkt Fitness. Später im Spiel könnt ihr drei Geräte kaufen: Hürden, Wippe und Rohr. Hier müsst ihr den Hund einfach durch die Gräte manövrieren.
Auf dem oberen Bildschirm seht ihr eine kleine Karte, wo die Personen und Hunde mit farbigen Punkten angezeigt werden. Somit könnt ihr immer den Zustand der Hunde einsehen. Ist der Punkt rot, solltet ihr schnell zur Hundebox gehen und alles wieder in Ordnung bringen, ist der Punkt gelb, ist es noch nicht so schlimm, ihr solltet den Hund trotzdem pflegen. Wenn der Punkt jedoch grün ist, habt ihr alles richtig gemacht. Je zufriedener die Hunde, desto mehr Trinkgeld bekommt ihr am Ende. Und das Geld ist sehr wichtig, damit ihr neues Hundefutter, neue Möbel, neue Pflegeutensilien und neue Bücher kaufen könnt. Außerdem müsst ihr bestimmte „Missionen“ erfüllen, das eigentliche Ziel des Spieles. Diese Missionen erfüllt ihr, wenn ihr einen bestimmten Geldbetrag bezahlt. Somit werden dann die maroden Baustellen eurer Pension beseitigt, aber auch nützliche Dinge, könnt ihr dadurch freischalten. So könnt ihr mehr Hundeboxen kaufen, wodurch euer Equipment von drei auf sechs Hundeboxen steigt, ihr könnt ein Moped für Bill kaufen, damit die Einkäufe schneller von statten gehen oder später auch Welpen aufnehmen.
Ihr solltet aber auch auf eure eigene Figur achten! Denn auch ihr könnt Hunger bekommen und müde werden. Dazu müsst ihr einfach nur kurz zum Kühlschrank gehen oder euch aufs Sofa legen. Außerdem könnt ihr eure Bildung steigern, wenn ihr die gekauften Bücher lest und danach einige Fragen beantwortet.
Habt ihr an einem Tag alles erledigt, könnt ihr den Tag beenden und dann alles wieder von vorne machen. Und das ist der große Kritikpunkt des Spiels. Es klingt ja alles wunderbar, dass man soviele Sachen erledigen kann, aber ihr macht jeden Tag das Gleiche. Wasser holen, Hunde füttern, Hunde putzen, gelegentlich auf Kunden warten oder Essen kaufen und den Tag beenden. Ihr bekommt nämlich nicht täglich Geld, sondern erst, wenn der Aufenthalt vorbei ist. Ihr müsst deshalb viele Tage arbeiten, um die Missionen erfüllen zu können. Dadurch ist der Umfang zwar relativ groß und ein wenig motiviert wird man auch, aber das Spiel wird sehr schnell eintönig, wenn man den Bogen einmal raus hat. Oft vergeht auch zu viel Zeit bis ein Kunde kommt. Ihr müsst erst planlos durch die Gegend laufen bis nach einigen Minuten jemand auf der Matte steht.
Man hat aber auch versucht etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen. Ab und zu gibt es nämlich kleine Events. So reißt mal ein Hund aus, ein ehemaliger „Patient“ hat einen Schönheitswettbewerb gewonnen, von dessen Preisgeld ihr etwas abbekommt oder während eines Sturms ist ein Baum umgefallen, woraufhin ihr einen Förster bezahlen müsst. Nett, aber auch nicht mehr.

Mal schnell, mal langsam

Die Steuerung funktioniert, langweilt aber schnell. Gesteuert wird nur per Touchscreen, wahlweise auch mit dem Steuerkreuz. Ihr klickt einfach dahin, wo eure Figur hingehen soll. Außerdem gibt es, wie schon erwähnt, viele Icons im Spiel. Ihr geht zur Hundebox, klickt dann ein Icon an, woraufhin mehrere Icons erscheinen und so weiter. Das klappt alles ohne Probleme, wenn man die Symbole erstmal raushat. Wenn ihr einen Hund pflegen wollt, erscheint eine Bürste, ein Schwamm oder ein Handtuch mit dem ihr über den Hund streicht. Das müsst ihr solange machen bis sich eine Leiste aufgefüllt hat. Erst dann werden euch Prozente gutgeschrieben. Wollt ihr dem Hund Futter geben, klickt ihr auf das Icon, eine Futterdose erscheint, die ihr dann einfach zum Napf führt. Ganz einfach also. Nervig ist jedoch der tägliche Gang zum Brunnen. Dort müsst ihr nämlich eine Kurbel erst im und dann gegen den Uhrzeigersinn drehen. Spätestens am fünften Tag, könnt ihr das nicht mehr sehen. Wenn ihr einem Hund Tricks beibringt, könnt ihr dies auch per Mikrofon machen. Das klappt meistens ganz ordentlich hat aber auch seine Aussetzer. Jedoch dauert das auch einfach länger, als wenn ihr es mit einfachem Klicken macht. Theoretisch ist vorgesehen, dass wenn ihr eure Figur bewegt und am Rand des Bildschirmrands klickt, das forsche Mädel schneller laufen sollte. Das klappt leider so gut wie nie und es kann auch mal passieren, dass sie mal schneller und die nächste Sekunde wieder langsamer läuft, was sich einfach merkwürdig spielt und auch so aussieht.

Wo bleibt der Sound?

Die Grafik ist nichts Atemberaubendes, es liegt höchstens auf höherem Gameboy Advance-Niveau. Die Pension bietet nette Details, nur die Charaktere und die Hunde sind nicht so gut gelungen. Es fehlt einfach an allem, an Polygonen, schönen Texturen und flüssigen Animationen. Vor allem Letzteres fällt negativ auf, da sich die Hunde in einer etwas zu hohen Geschwindigkeit bewegen und dazu noch völlig unrealistisch.
An dieser Stelle hätten wir euch gerne etwas zum Sound gesagt. Dieser ist leider fast gar nicht existent. Lauft ihr durch den Hof, hört ihr gelegentlich Vogelgezwitscher. Seid ihr mal in Aktion, egal ob es Einkaufen, Bürsten oder Wasserholen ist, ertönt immer dieselbe Melodie, die auch im Hauptmenü enthalten ist. Zum Glück nervt sie nicht, was aber nicht davon ablenkt, dass dies eine schwache Vorstellung ist.

Klar wie Kloßbrühe!

Passabler Umfang
Motivierend
Für junge Mädchen absolut empfehlenswert...
-...und wirklich nur für sie
-Eintönig
-Lächerlicher Sound
Ganz klar, dieses Spiel ist an eine jüngere Zielgruppe gerichtet, vor allem an Mädchen im Alter von etwa 10 Jahren. Schließlich steuert man ja auch eine junge Dame. Erfahrenen Zockern wird zu wenig Abwechslung geboten, die Präsentation lässt zu wünschen übrig und Spaß würde es ihnen auch nicht machen. Die kleinen Schwestern, Nichten und Töchtern dieser Welt werden aber in die Welt des Zockens eingeführt. „Mein Paradies für Hunde“ ist eine Wirtschaftssimulation, die „Nintendogs“ und „Die Sims“ miteinander kreuzt und sogar motivieren kann und passenden Umfang bietet. Durch den bewussten Umgang mit Geld werden die Jüngsten herausgefordert, aber nicht überansprucht. Von daher ist „Mein Paradies für Hunde“ für die entsprechende Zielgruppe zu empfehlen!
An dieser Stelle geht unser Dank an Tivola für die Bereitstellung des Testexemplares!

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
64%
Offizielle Wertung des Spiels der WiiG-Redaktion.


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