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James Bond 007: Ein Quantum Trost

Dieses Spiel besitzen insgesamt 115 Mitglieder
Dieses Spiel wird mit durchschnittlich 83% bewertet
Detailinformationen
Spieltitel: James Bond 007: Ein Quantum Trost
Offizielle Wertung der WiiG-Redaktion
Alias: Nicht vorhanden
Spielekonsole: Nintendo Wii
Publisher: Activision
Entwicklungsstudio: 
Treyarch
Kategorie: First-Person-Action
Region: Europa (EU)
Format: PAL
Spieleranzahl: 1-4 Spieler
Mehrspielermodus: Vorhanden
Online: Ja
Alterseinstufung: 
Features: Wi-Fi-Kompatibilität
Herstellerbeschreibung: Herstellerbeschreibung einblenden
Verkaufspreis: Nicht vorhanden
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2008

Ein Spiel, zwei Filme

Autor: Christian (prime) für WiiG15. November 2008

Es ist mittlerweile schon Tradition, dass zu fast jedem Actionfilm ein dementsprechendes Spiel rauskommt. James Bond ist da keine Ausnahme, von daher gibt es auch zu dem neuen Streifen „Ein Quantum Trost“ einen Konsolenableger, der neben dem aktuellen Film auch noch den Vorgänger „Casino Royale“ mit einbezieht. Doch ist das Spiel nun eine glänzende Portierung des Filmes auf eine Konsole oder reiht es sich in die lange Liste der schlechten Filmumsetzungen ein?

Logik sieht anders aus

Die Story des Spiels orientiert sich zwar stark an den oben erwähnten beiden James Bond Filmen mit Daniel Craig, jedoch wird sie unnötig kompliziert dargestellt. So spielt ihr zuerst an den ersten Hauptschauplätzen aus „Ein Quantum Trost“, wo ihr zunächst Mr. White, den Anführer der Terrororganisation, der auch „Le Chiffre“ angehörte, festnehmt und in das Hauptquartier bringt, wo ihm jedoch die Flucht gelingt. Nach einigen Missionen geht es zurück in die Vergangenheit zu den Schauplätzen aus „Casino Royale“. Zu guter Letzt geht es wieder zurück zum Finale von „Ein Quantum Trost“, wer also die beiden Filme nicht gesehen hat, wird reichlich durcheinander kommen und so den Zusammenhang möglicherweise nicht mehr verstehen.
Dies liegt außerdem an der Präsentation der Story: Vor jeder Mission wird man Teil einer belanglosen Unterhaltung mit seiner Chefin „M“, die einem die neuen Aufgaben mitteilt. Jedoch wird hier weder Grund noch Zusammenhang der Mission angegeben, neue Zielpersonen tauchen genauso schnell auf, wie sie wieder verschwinden und man tappt meist im Dunkeln.

Die Lizenz zum Töten

Das Spiel beginnt am Anwesen von Mr. White, dass man bereits am Ende von Casino Royale zu Gesicht bekam, auf dem es sofort zur Sache geht – nach einer kurzen Erklärung der Steuerung wird man sofort in eine Schießerei im Garten verwickelt. Hier wird schon der Fokus des Spiels deutlich: Schießen-schießen-nachladen-neue Gegner-schießen. Auf ein vielfältiges Gameplay muss man verzichten, jedoch bekommt man dafür Action ohne Ende serviert.
Hat man das recht kurze und langweilig aussehende Tutorial hinter sich gelassen, kriegt man zunächst ein bombastisches Intro präsentiert, welches wundervoll aussieht und zudem noch grandios klingt, vom genialen Schnitt und der grafischen Qualität ganz zu schweigen. Anschließend findet man sich in einem der oben angesprochenen Briefings wieder, in dem einem das Wichtigste erzählt wird, bevor es schon in den nächsten Ort geht.

Generell sind die Missionen ziemlich identisch aufgebaut: Ihr bekommt einen Auftrag, reist in die aus dem Film schon bekannten Orte wie Bregenz oder Venedig und schaltet dort eure Zielperson aus bzw. rettet jemanden oder leistet Unterstützung. Die Levels bieten meist abwechslungsreiche Settings (Höhlen, Städte, Gärten etc.), sind jedoch sehr linear aufgebaut. Es gibt nur einen Weg, der euch von A nach B führt, auf dem jedoch viele gut bewaffnete Gegner lauern, die es auf eine Schießerei mit euch anlegen. In den Gefechten gibt es zum Glück mehrere Kampfvarianten. Einmal könnt ihr euch von hinten an eure Gegner heranschleichen und diese dann in Quick-Time-Events ausschalten, was jedoch bei vielen Gegnern auf einmal nicht zu empfehlen ist. Viel praktischer ist hier, sich eine der zahlreichen Deckungsmöglichkeiten des Spiels zunutze zu machen und aus dieser Deckung heraus zu schießen. Erledigte Gegner hinterlassen Munition und Waffen, welche ihr aufnehmen und benutzen könnt. Bei der Lebensanzeige haben sich die Entwickler an der altbewährten Call-of-Duty Anzeige orientiert, wird man zu oft hintereinander getroffen, stirbt man, die Lebenspunkte regenerieren sich jedoch permanent, sofern man selbst keinen Schaden erleidet.
Im Spiel dürft ihr auf ein breites Spektrum an Waffen zurückgreifen, wie z.B. das Scharfschützengewehr, den Raketenwerfer oder die Bond-typische Pistole mit aufsteckbarem Schalldämpfer.
Des Weiteren trägt James Bond stets ein Handy mit sich rum, mit dem man die Karte aufrufen kann. Diese sieht jedoch relativ lieblos gestaltet aus und enthält lediglich die groben Umrisse der einzelnen Abschnitte und der jeweilige Zielort der Mission; Türen, Wege oder Hindernisse sind nicht eingezeichnet.

Wichtig für jeden Shooter ist die KI der Gegner, die erfreulicherweise gerade bei höheren Schwierigkeitsgraden wirklich gut gelungen ist: Die Gegner nutzen ebenfalls die Deckungsmöglichkeiten clever aus, positionieren sich in bestimmten Anordnungen und sind sehr treffsicher, was allerdings auch zu einigen unfairen Stellen führt. Gespeichert wird nach jeder Mission automatisch, im Spiel selbst gibt es viele Resetpoints, die meist vor größeren Mengen von Gegnern auftauchen und damit sehr fair verteilt sind.

Neben der recht kurz geratenen Kampagne besitzt das Spiel noch einen Mehrspieler- sowie einen Onlinemodus. In beiden kann man zwischen dem klassischen Deathmatch und der sogenannten Hatz wählen, in der man bestimmte Ziele als erstes erfüllen muss, um siegreich zu sein. Von beiden Varianten gibt es ebenfalls eine Teamversion. Online liefen die Gefechte sehr flüssig ab und haben wirklich Spaß gemacht. Die Matches dauern 15 Minuten, wer danach die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Außerdem gibt es wieder ein Rangpunktesystem wie z.B. bei Mario Kart Wii, man startet mit 5000 Punkten und bekommt neue bzw. kriegt welche abgezogen, je nach Ausgang des Kampfes.

(Alt)Bewährte Steuerung

Die Steuerung des Spiels erfolgt wie bereits bei vielen anderen Shootern auf der Wii mit einer Kombination aus Remote und Nunchuk. Mit der Fernbedienung zielt ihr, schießt, sprintet oder wechselt die Waffen. Mithilfe des Nunchuks bewegt ihr euch durch die Levels, nehmt die Waffe in Anschlag oder ladet durch ein kurzes Schütteln nach. Des Weiteren ist im Spiel eine Lock-On Funktion erhalten, welche einen Gegner anvisiert und so das Zielen erheblich erleichtert (ähnlich wie bei Metroid Prime 3). Allgemein ist die Steuerung recht gut gelungen und ist in vielen Bereichen anpassbar, so lässt sich zum Beispiel die Empfindlichkeit der Remote in verschiedenen Stufen justieren. Jedoch gibt es leider häufig ein Problem mit der Doppelbelegung des A-Knopfes: Dieser dient einerseits zum Sprinten und andererseits zum „In Deckung gehen“. Müsst ihr nun ein Stück sprinten, kommt es sehr häufig vor, dass James Bond sich plötzlich hinter einen Schutz stellt, obwohl ihr eigentlich schnell zu einem bestimmten Punkt wolltet, was auf Dauer relativ nervig ist.
Verfügt man über einen Wii-Zapper, kann man das Spiel auch damit spielen, je nachdem, was einem besser liegt.

Ein stetiges Auf und Ab

Grafisch ist „James Bond Ein Quantum Trost“ mit Sicherheit nicht die Oberklasse, dennoch ist es teilweise schön anzusehen, leider aber nur teilweise. Manche Levels wirken steril und „dahingeklatscht“, während andere liebevoll und toll designt sind. Die seltenen Zwischensequenzen sind schön anzuschauen, jedoch sind sie nicht frei von Rucklern. Im Gegensatz zu den Hauptpersonen im Spiel, die originalgetreu aussehen, sehen sich viele Gegner sehr ähnlich und sind von normalen Passanten manchmal nur schwer zu unterscheiden.

Von der Soundseite her bietet das Spiel einem solide Soundtracks, darunter einige bekannte aus dem Bond-Universum. Die Waffen hören sich ebenfalls authentisch an, die Hauptpersonen haben die Originalstimmen aus dem Film. Schade ist jedoch, dass die Briefings vor den Missionen wesentlich leiser sind als der Rest des Spieles, hier muss man die Lautstärke schon um einiges erhöhen, um überhaupt etwas verstehen zu können.

Solider Shooter mit einigen Macken

Präzise Steuerung
Intelligente KI
Schöner und schneller Onlinemodus
Zwei Filme in einem Spiel
abwechslungsreiche Settings
Sehr lineare Levels
Schlechte Präsentation der Story
gelegentliche Ruckler
Soundprobleme in den Briefings

Abschließend kann man sagen, das neue James Bond ist weder gut noch schlecht, weder eine technische Katastrophe noch ein für die Zukunft wegweisendes Spiel. Es bietet einem brisante Action und davon sogar verdammt viel, jedoch auf Kosten einer vernünftigen und abwechslungsreichen Story, die leider viel zu kurz kommt.
Es orientiert sich stark an den zwei neuesten Filmen, man kann sämtliche Actionszenen aus beiden zu Hause nachspielen und das mit einer gut funktionierenden Steuerung. Dazu gibt es noch einen ordentlichen Onlinemodus, der dem Spiel noch einen zusätzlichen Reiz verschafft.
Technisch gesehen bleibt James Bond allerdings weit unter seiner Möglichkeiten, das aus der Wii wesentlich mehr herauszuholen ist, haben uns bereits andere Spiele gezeigt.

Dennoch ist „James Bond Ein Quantum Trost“ unterm Strich ein solides Spiel, dass für kurze Zeit durchaus unterhaltsam ist; für wochenlangen Spielspaß vor der Wii ist es jedoch nicht zu gebrauchen.

Herzlichen Dank an Activision für die Bereitstellung eines Testexemplares.

Grafik:
Sound:
Steuerung:
Spielspass:
 
76%
Offizielle Bewertung der WiiG-Redaktion
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